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Promi-Schreck Vitalii Sediuk: Skurrile Vorgeschichte: Das ist der irre ESC-Flitzer

Millionen TV-Zuschauer wurden beim ESC Zeugen, als ein Flitzer auf der Bühne blank zog und seinen Hintern präsentierte. Der Mann ist kein Unbekannter, die Aktion in Kiew war einer seiner harmloseren Aktionen.

Levina

Es war der Schockmoment beim ESC-Finale in Kiew: Während Vorjahressiegerin Jamala im Glitzerkleid ihr Lied "I Believe in U" sang, enterte ein Flitzer die Bühne im Kongresszentrum der ukrainischen Hauptstadt. Millionen TV-Zuschauer sahen, wie sich der dunkelhaarige Mann - gehüllt in eine australische Fahne - aus dem Publikum von hinten an die Sängerin heranpirschte, um sie herumtanzte und dann sein Hinterteil entblößte - bis er nach wenigen Sekunden von Sicherheitskräften abgeführt wurde.

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ESC-Flitzer Vitalii Sediuk ist kein Unbekannter

Die Identität des Mannes ist jetzt bekannt: Brett Mason, der ESC-Reporter des australischen Senders SBS, erkannte den Flitzer. Demnach handelt es sich mitnichten um einen Australier, sondern um Vitalii Sediuk, einen bekannten Entertainer aus der Ukraine.


Auch wenn der kurze Auftritt viele Menschen zum Schmunzeln brachte, die Vorgeschichte von Vitalii Sediuk ist weniger lustig. Der 28-Jährige nennt sich selbst "Entertainment Hollywood Reporter" und hat sich längst einen Namen als Promi-Schreck gemacht: Dutzendfach kam er schon diversen Showbiz-Größen gefährlich nahe: Brad Pitt, Will Smith, Jennifer Lopez oder Adele sind nur einige seiner Opfer - die Polizei beschäftigte sich mehrfach mit dem merkwürdigen Treiben des 28-Jährigen, auch im Gefängnis war er wegen seiner Aktionen schon.

Ukrainer hatte schon dutzende Opfer aus dem Showbiz



An den roten Teppich gelang Vitalii Sediuk offenbar jeweils mit einer offiziellen Akkreditierung, er arbeitete lange für einen ukrainischen Fernsehsender, bis dieser ihn vor die Tür setzte, wie unter anderem CNN berichtete.

Anlass für die Kündigung war, dass Sediuk bei den Filmfestspielen in Cannes unter das Kleid von Schauspielerin America Ferrera kroch. Trotz seines Rauswurfs ließ der 28-Jährige jedoch nicht von seinen verstörenden Aktionen ab, 2016 wollte er zum Beispiel Kim Kardashian den Hintern küssen und wurde zu Boden gerissen.

Auch Jennifer Lopez schon Opfer eines Pranks

In einem Interview mit dem US-Magazin "Hollywood Reporter" nahm Sediuk 2013 Stellung zu seinen Aktionen. Darin stritt er ab, ein Stalker zu sein. Die Aktionen seien seine Form des Entertainments.

Welche Konsequenzen sein kurzer Flitzer-"Entertainment"-Auftritt beim ESC in Kiew haben wird, ist indes noch nicht bekannt, wahrscheinlich ist eine Geldstrafe. Sollten die Richter ihn als Gefährdung für die Öffentlichkeit ansehen, könnte er bis zu einem halben Jahr ins Gefängnis kommen.

Levina