Eurovision Song Contest

Eurovision Song Contest Letzte Hürde Halbfinale

Mit dem Halbfinale des Eurovision Song Contest erreicht das Musikfieber in der ukrainischen Hauptstadt Kiew den ersten Höhepunkt. Vertreter aus 25 Ländern bewerben sich um den Einzug ins Finale.

Musiker aus 25 Ländern haben es fast geschafft. Nur noch eine letzte Hürde steht zwischen ihnen und der Chance mit anderen europäischen Nationen beim 50. Eurovison Song Contest um die begehrte Sangestrophäe zu kämpfen. Zuvor gilt es allerdings im Halbfinale einen Platz für das große Finale zu sichern. Und dann erst wird es richtig ernst: Am Samstag treffen die Halbfinalssieger auf die zehn bestplatzierten Länder des Vorjahres sowie auf die gesetzten Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien - die größten Beitragszahler der Eurovision.

Erste Favoriten deuteten sich bereits im Vorfeld des Halbfinales an. Die Presse in Kiew erklärte etwa die moldawische Band Zdob si Zdub und Kaffe aus Bulgarien zu den Topanwärtern für das Finale. Andere Qualitäten fanden sie offenbar bei der blonden israelischen Sängerin Shiri Maymon: Sie wurde zur "sympathischsten Teilnehmerin" gekürt.

Für die deutsche Teilnehmerin Gracia und ihrem Beitrag "Run and Hide" sieht es dagegen schlecht aus. Zwar hat Deutschland als einer der größten Beitragszahler der Eurovision einen Platz im Finale sicher, doch momentan spricht alles gegen eine gute Platzierung der Sängerin. "Abgeschlagen und ohne Chance" lautet etwa das verheerende Urteil der Buchmacher. Im Ranking von Interwetten.com landete sie mit einer Quote von 25,0 lediglich auf Rang 16.

Solide Rocknummer ohne Chancen

Und auch Peter Urban, die deutsche Stimme des Grand Prix, sieht die "solide Rocknummer" der deutschen Kandidatin nicht auf einem der ersten zehn Plätzen. "Ich habe sie zwischen Platz 10 und 15 getippt - aber ich liege mit meinen Voraussagen immer daneben. Wenn Gracia besser abschneidet, bin ich nur froh", sagte der NDR-Musikfachmann, der bereits seit 1997 das Finale moderiert.

Die Pechsträne der deutschen Sängerin scheint einfach nicht abreißen zu wollen. Gracia hatte sich im März nur über ihre Chart-Platzierung für die Grand-Prix-Vorausscheidung qualifiziert - und dann den Wettbewerb und damit das Ticket nach Kiew gewonnen. Im Nachhinein hatte sich dann aber herausgestellt, dass der 20. Platz ihres Songs "Run & Hide" in den Hitlisten erschummelt war. Ihr Manager David Brandes hatte gezielte CDs aufgekauft und so die Charts manipuliert. Trotz massiver Kritik hatte sich die Sängerin geweigert, auf den Startplatz in Kiew zu verzichten. Im Gegensatz zu Peter Urban rechnet die 22-jährige nach wie vor mit einer guten Platzierung.

Glaubt man dagegen den Wettbüros, stehen die Chance für Griechenland am besten. Für das Lied "My Number One" der griechischen Interpretin Helena Paparizou gilt jedenfalls beim Wettanbieter Interwetten.com die niedrigste Quote von 3,0, wie der Internet-Veranstalter am Donnerstag mitteilte. Auf dem zweiten Platz bei dem Internet-Wettanbieter: Norweges Gruppee Wig Wam und der Rocksong "In my dreams", gefolgt von der Gruppe Nox aus Ungarn mit "Forogj vilag".

DPA/AP AP DPA

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