HOME

George Gruntz: Schweizer Jazzlegende ist gestorben

Er komponierte die Musik hür Helmut Schmidts Kanzlerfest und war Pianist von US-Jazzgrößen wie Dexter Gordon oder Chet Baker. Nun ist der Jazzmusiker George Gruntz nach langer Krankheit gestorben.

Die Schweizer Jazzlegende George Gruntz ist tot. Der Komponist, Bandleader und Pianist starb am Donnerstag im Raum Basel im Alter von 80 Jahren, wie die Nachrichtenagentur sda am Samstag unter Berufung auf dessen Sohn Felix Gruntz berichtete. Sein Vater habe an einer langen und schweren Krankheit gelitten, sagte er. Für die "Neue Zürcher Zeitung" war Gruntz der "international erfolgreichste Jazzmusiker aus der Schweiz". Gruntz leitete von 1973 bis 1994 auch das renommierte Jazzfest Berlin.

Als Komponist schuf Gruntz nicht nur klassischen Jazz. In den 1960er Jahren hatte er mit dem Projekt "Jazz goes Baroque" Erfolg. Er beschäftigte sich auch mit tunesischer und schweizer Volksmusik und schuf mehrere Opern. Im Jahr 1980 komponierte er die Musik für das Kanzlerfest von Helmut Schmidt.

Gruntz machte sich in den 1960er Jahren als Pianist bei Europatourneen von US-Jazzgrößen wie dem Saxophonisten Dexter Gordon und dem Trompeter Chet Baker einen Namen. Anfang der 70er Jahre gründete der die "Concert Jazz Band", mit der er auf der ganzen Welt auftrat.

kave/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel