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Grammy-Nominierte stehen fest Beyonce darf mal wieder hoffen


Unter den Favoriten für die Grammy Awards gibt es keine großen Überraschungen. Die üblichen Verdächtigen: Beyonce, Taylor Swift, Pharrell Williams. Der Ankündigungszirkus macht das nicht spannender.

Dieses Jahr wollten die Grammy-Verleiher es wohl besonders spannend machen: Einen Tag lang verrieten sie über Twitter und Facebook, wer Aussicht auf einen der begehrten Preise hat. Doch die große Überraschung blieb aus: Nach dem letzten Tusch standen am späten Freitagabend (Ortszeit) nur wieder die üblichen Gewinner der Vorrunde fest. Etwa Beyoncé und US-Rapper Pharrell Williams, die mit je sechs Nominierungen in die Grammy-Gala am 8. Februar gehen. Immerhin ein Newcomer darf aus ebenso viele Preise hoffen, der Brite Sam Smith.

Allen drei winkt auch der Grammy für das Album des Jahres. Die Anwärter auf den Hauptpreis gab die Recording Academy erst ganz zum Schluss bekannt, in der abendlichen CBS-Sendung "A Very Grammy Christmas". Beyoncé könnte mit ihrem Album "Beyoncé" Glück haben, Smith mit "In the Lonely Hour" und Williams mit "GIRL". Weiterhin nominiert ist Becks Album "Morning Phase" und Ed Sheerans "X".

Keine großen Überraschungen

Musikkritiker kommentierten unter anderem in der "Los Angeles Times", dass die Liste keine größeren Überraschungen berge. Taylor Swift ("Shake It Off") ist erwartungsgemäß mehrfach nominiert, desgleichen ihre australische Kollegin Iggy Azalea ("Fancy"). Sam Smith, der 22-jährige britische Singer-Songwriter konkurriert mit Swift in der Kategorie "Beste Pop-Solo-Performance". Er geht zudem als "Bester Newcomer" ins Rennen. Darüber hinaus zählt Smith zu den Favoriten für das "Beste Pop-Gesangsalbum" und kämpft dort unter anderem gegen Popstar Katy Perry (30) und die Band Coldplay.

Auch Sia ("Chandelier") und Meghan Trainor ("All About That Bass") haben mehr als eine Grammy-Chance. In der Kategorie "Gesprochenes Wort" könnte die erst kürzlich gestorbene Komödiantin Joan Rivers posthum zu Ehren kommen. Die anderen Kandidaten sind James Franco, Ex-Präsident Jimmy Carter und die Politikerin Elizabeth Warren.

Den Grammy für das "Beste Rap Album" könnte Eminem ("The Marshall Mathers LP2") gewinnen, Azalea ("The New Class") oder auch Schoolboy Q ("Oxymoron"), Wiz Khalifa ("Blaac Hollywood") oder Childish Gambino ("Because the Internet"). Das ungewöhnliche Duo Lady Gaga und Tony Bennett tritt mit "Cheek to Cheek" in der Kategorie "Best Traditional Pop Vocal Album" gegen Barbra Streisand ("Partners") und Barry Manilow ("Night Songs") an.

Deutsche Musiker könnten mit Klassik abräumen

Zu den deutschen Hoffnungsträgern gehört der Toningenieur Hans-Jörg Maucksch aus Dresden in der Kategorie "Surround Sound Album". Wolfgang Schiefermair aus Berlin tritt in der Kategorie "Engineered Album" mit klassischer Musik an. Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg punktete in der Vorrunde mit einer Aufnahme von Schönbergs Oper "Moses und Aron".

Die Staatskapelle Dresden und der Sächsische Opernchor Dresden sind mit der Strauss-Oper "Elektra" nominiert. Und die Akademie für Alte Musik in Berlin mit dem Rias Kammerchor sowie dem Staats- und Domchor Berlin könnten mit ihrer Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion den Grammy für die beste Chorleistung verliehen bekommen.

Der Grammy gilt als wichtigster Musikpreis der Welt. Er wird in über 100 Kategorien verliehen.


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