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Grammys 2009: Coldplay und Lil Wayne mit besten Chancen

Rapper Lil Wayne und die britischen Soft-Rocker Coldplay gehen mit den meisten Nominierungen in das Rennen um die wichtigsten Auszeichnungen der US-Musikindustrie. Mit Till Brönner und Chris Walden machen sich auch deutsche Künstler Hoffnungen auf eine Trophäe.

Lil Wayne, von dessen Album "Tha Carter III" als einziges in diesem Jahr in der ersten Woche eine Million Tonträger verkauft wurden, könnte Anfang kommenden Jahres acht Preise abräumen, Coldplay sieben. Die Hip-Hop-Stars Jay-Z, Ne-Yo und Kanye West folgen mit jeweils sechs Nominierungen. Erstmals wurden die Nominierungen in einer TV-Show zur besten Sendezeit bekanntgegeben - bisher wurde das in einer Pressekonferenz mitgeteilt. Mariah Carey sang in einem roten Minikleid ein Weihnachtslied und sorgte so für etwas der Jahreszeit angepasste Stimmung.

"Viva La Vida" zweimal nominiert

Aber auch John Mayer - zusammen mit Blues-Veteran B.B.King - und David Grohl mit seinen Foo Fighters, Celine Dion und Christina Aguilera gehörten zum Musikprogramm. Coldplay sind mit ihrem Album "Viva La Vida" in den wichtigsten Grammy-Kategorien im Rennen: 'Album des Jahres' und 'Aufnahme des Jahres' für den Titelsong daraus. Für den Titel des 'Albums des Jahres' haben auch Radiohead mit dem zunächst revolutionär im Internet vertriebenen Album "In Rainbows", Ne-Yo mit "Year of the Gentleman" und die ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant und Bluegrass-Star Alison Krauss, "Raising Sand", gute Chancen. Das Duo hat mit "Please Read The Letter" auch Chancen auf den Preis für die beste Aufnahme. Konkurrenten sind hier Leona Lewis mit "Bleeding Love", die britische Newcomerin Adele mit "Chasing Pavements" und M.I.A. mit "Paper Planes".

Katy Perry nur in Nebenkategorie nominiert

Überraschend in den wichtigsten Kategorien nicht dabei ist Katy Perry, die mit "I Kissed A Girl" den Partyhit des Jahres ablieferte. Sie muss sich mit einer Nominierung in der Kategorie 'Beste weibliche Pop-Darbietung' begnügen. Sie freute sich trotzdem: "Ich kann’s nicht fassen, dieses Jahre werde ich die Grammys nicht in meinen Jammies (Schlafanzug) verfolgen!" Metallica sind mit "Death Magnetic" in drei Kategorien nominiert, Krauss und Mayer in fünf. Zum besten Newcomer könnten die Jonas Brothers gekürt werden, haben allerdings starke Konkurrenz von Duffy und Adele sowie Singer-Songwriter Jazmine Sullivan.

Die klassischen Kategorien

Der Hamburger Komponist Chris Walden hat gleich doppelte Sieg-Chancen: In den Kategorien 'Beste klassische zeitgenössische Komposition' und 'Orchester-Führung' ist der gebürtige Niendorfer nominiert. Auch Star-Trompeter Till Brönner ist im Rennen. Sein Flügelhorn-Solo auf dem Take-6-Album "The Standard" ist in der Kategorie 'Bestes Jazz-Instrumentalsolo' dabei.

ins/AP