HOME

Herzstillstand: Sänger Ivan Rebroff ist tot

Der Sänger Ivan Rebroff ist tot. Er starb bereits am Mittwoch im Alter von 76 Jahren an Organversagen und Herzstillstand, wie das Konzertbüro Richard Weber jetzt in Offenburg mitteilte.

Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Hans-Rolf Rippert hieß, sei an Organversagen und Herzstillstand gestorben. Er war zuletzt in einer Frankfurter Klinik, wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Rebroffs Agentur Richard Weber Konzert berichtete. Der Opern- und Musicalstar sei nach einem mehrmonatigen Krankenhaus-Aufenhalt in einer Klinik am Tegernsee nach Frankfurt verlegt worden. Sein letztes Konzert gab der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Hans-Rolf Rippert hieß, dem Bericht zufolge am 9. Dezember 2007 in Wien.

Geboren wurde Rebroff 1931 im Berliner Bezirk Spandau, mit bürgerlichem Namen heißt er Hans-Rolf Rippert. Um seine Herkunft und um die Familie ranken sich Legenden. Die Mutter war angeblich Russin, der Vater ein hessischer Ingenieur mit russischen Vorfahren. 1953 legte sich Rippert den Künstlernamen Rebroff zu. Seine Weltkarriere begann in den 60er Jahren. Im Pariser Theater "Marigny" trat er in 1.476 Vorstellungen in Folge in der Rolle des Milchmanns "Tevje" im Musical "Anatevka" auf. Nach diesem ersten Erfolg feilte Rebroff an seinem Image. Er absolvierte als Solist Tourneen rund um den Globus, gab fast 8000 Konzerte und machte sich einen Namen als Ein-Mann-Kosakenchor. Im deutschen Fernsehen wurde er zum Dauergast. Im Laufe seiner Karriere erhielt Rebroff weltweit 50 Goldene Schallplatten und eine Platinplatte. 1986 wurde er für seine Verdienste um die Völkerverständigung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die russische Pelzmütze und das unverwechselbare Erscheinungsbild des Sängers war zu seinem Markenzeichen geworden. Dazu gehörten auch ein schwerer Pelzmantel und der gepflegte Vollbart ebenso wie eine starke Stimme.

Zuletzt lebte Rebroff auf der griechischen Sporaden-Insel Skopelos. Dort war er bereits zu seinem 60. Geburtstag von der kleinen Inselgemeinde zum Ehrenbürger ernannt worden.

DPA/AP