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Exklusive Videopremiere: "Ich bin das Chaos" - Judith Holofernes' furiose Rückkehr

Wir-sind-Helden-Sängerin Judith Holofernes steht mit ihrem zweiten Soloalbum in den Startlöchern. Der stern zeigt das Video zur neuen Single "Ich bin das Chaos" vorab exklusiv.

"Hey, wo willst du hin? Wir sind doch Freunde, oder nicht? (...) Sag, hast du mich nicht vermisst?" So muss es sich anhören,wenn sich jemand nach längerer Zeit zurückmeldet. Tatsächlich hat sich Wir-sind-Helden-Sängerin rund drei Jahre Zeit gelassen mit ihrem Nachfolger für ihr Solodebüt "Ein leichtes Schwert". Die Zeit hat ihr offensichtlich gut getan, singt sie doch: "Alles in Ordnung. Ich bin hier."

Spätestens wenn sie mit dem Refrain einsetzt, merkt man, dass man sie wirklich vermisst hat: Er ist sofort da, der eingängige Helden-Holofernes-Sound. Der Refrain, der sofort ins Ohr geht, der aber nicht einfach glatt durchrutscht, sondern der noch lange nachhallt. Der Text unterstreicht die Botschaft: "Ich bin das Chaos."

Judith Holofernes holte sich Unterstützung

Die Single ist der Vorbote des gleichnamigen Albums, das am 17. März erscheint. "Ich bin das Chaos" enthält insgesamt elf neue Songs, die alle Facetten der Musik abbilden, für die Judith Holofernes bekannt geworden ist. Sie sind zumeist lebensbejahend-euphorisch, zeigen sich aber auch gelegentlich von der melancholischen Seite. 

Doch wie ist der Titel entstanden? "Wir sind doch alle verliebt ins Chaos, mit mehr oder weniger Sicherheitsabstand. Natürlich fürchten wir es auch, und wehren uns. Das ganze Leiden und Feilschen, all die ungeschickten Versuche, das Chaos zu beherrschen - das rührt mich, und gleichzeitig finde ich es wahnsinnig komisch", sagt die Sängerin zum Konzept der Platte.

Die 40-Jährige holte sich für die Arbeit an dem Album Verstärkung: Die Lieder schrieb sie zusammen mit dem von den Färöer Inseln stammenden Songwriter Teitur, der Holofernes auch im Studio unterstütze.

Ehemann Pola Roy produzierte das Album

Dass die Platte am Ende auch eine Familienangelegenheit geworden ist, liegt am Produzenten. Für diese Rolle verpflichtete sie keinen Geringeren als ihren eigenen Ehemann Pola Roy, den Schlagzeuger der . "Ich kommuniziere oft über Bilder", lobt Holofernes die Zusammenarbeit, "da ist es viel Wert, dass Pola nicht nur meinen Plattenschrank teilt, sondern auch seit 14 Jahren mit mir zusammen exzessiv Filme und Serien guckt."

Für die Animationen in dem Video war Jonas Lieberknecht verantwortlich. Auch hier hat Holofernes ihre eigene Vision eingebracht: "Die explodierenden Blumen habe ich im Internet gefunden, die taucht ein Künstler in flüssigen Stickstoff und schießt dann auf sie. Das hat als Bild für mich beide Seiten des Chaos wunderschön vereint."

Judith Holofernes auf Tour:

15.03.17 Frankfurt, Sankt Peter
16.03.17 Leipzig, Täubchenthal
17.03.17 Wien, Szene
18.03.17 München, Muffathalle
20.03.17 Köln, Gloria Theater
21.03.17 Berlin (ausverkauft), Lido
22.03.17 Hamburg, Mojo
23.04.17 Berlin (Zusatzkonzert), Astra
24.04.17 Hannover, Pavillon
25.04.17 Dresden, Scheune
27.04.17 Bremen, Lagerhaus
28.04.17 Stuttgart, Im Wizemann / Club
29.04.17 Freiburg, Jazzhaus

Festivals:

22.04.17 Stade, Hanse Song Festival
03. – 05.08.17 Luhmühlen, A Summer`s Tale Festival

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo