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k.d. lang: Musikalische Liebeserklärung an Kanada

Auf ihrem neuen Album "Hymns Of The 49th Parallel" überschreitet k.d. lang die musikalische Grenze der USA und singt ausschließlich Songs kanadischer Künstler.

Der 49. Breitengrad bildet über tausend Kilometer die Grenze Kanadas zu den USA, und diese Grenze hat k.d. lang zum Titel ihres jüngsten Albums gemacht. Denn darauf vereint die Kanadierin Coverversionen von Liedern berühmter Landsleute, und einen eigenen steuert sie auch selbst bei. Dumpf-Rocker wie Nickelback oder der ewig nervende Bryan Adams bleiben bei k.d. lang dankenswerterweise außen vor.

Von Neil Young bis Joni Mitchell

Das wäre auch gar nicht nötig gewesen, denn die Auswahl an herausragenden kanadischen Künstlern ist groß genug. Und so interpretiert sie sanfte, im Kanon der Canadiana unbestrittene Klassiker der Popmusik. Dazu zählen "After The Goldrush" und "Helpless" von Neil Young. Von der großartigen Joni Mitchell sind "Case Of You" und "Jericho" vertreten. Mit "Bird On a Wire" und "Hallelujah" wird Leonard Cohen Reverenz erwiesen, auch wenn ihre Version von letzterem Song nicht die Intensität von Jeff Buckleys Cover erreicht.

Songs mit eigener Note

Für die jüngere Zeit stehen Bruce Cockburn, Ron Sexsmith und die Singer-Songwriterin Jane Siberry sowie langs eigener Titel "Simple". Zumeist hält sich die Sängerin ziemlich dicht an die Originale. Doch durch ihre charakteristische Stimme erhalten die Songs stets eine eigene Note. So sind die "Hymns Of The 49th Parallel" eine originelle Zusammenstellung, die anschaulich demonstrieren, welchen gewichtigen Beitrag kanadische Künstler zur Musikgeschichte der letzten 40 Jahre geleistet haben.

Nina Sündermann, AP