Keane Songs auf dem Thron der Traurigkeit


Für die geniale Trivialität ihres Piano getragenen Sounds, der übrigens komplett ohne Gitarren auskommt, gelten Keane allerorten als die neuen Anwärter auf den Britpop-Olymp. Ihr Debüt-Album heißt "Hopes And Fears".

Tom Chaplin, Tim Rice-Oxley und Richard Hughes heißen die drei Protagonisten der neuen Britpop-Formation Keane. Seit ihrer Schulzeit macht das Trio Musik. 2002 wird Fierce-Panda-Labelchef Simon Williams während eines kleinen Live-Gigs auf sie aufmerksam und bittet sie um eine Single für seine Plattenfirma. Die Wahl fällt auf den sentimentalen Song "Everybody's Changing". Die britische Fachpresse wird auf die Jungs aufmerksam und lobt ihren Sound als eine Mischung zwischen dreckigem Coldplay und verwirrtem Beautiful South.

Auf ihrem Debüt "Hopes And Fears" bedienen Chaplin und seine Jungs nun gekonnt das komplette Britpop-Programm. Für die geniale Trivialität und die treffliche Vorhersehbarkeit ihres Piano getragenen Sounds, der übrigens komplett ohne Gitarren auskommt, gelten Keane allerorten als die neuen Anwärter auf den Britpop-Olymp. Genau deshalb könnten die drei jungen Männer aus Sussex dem letztlich doch arg angepassten Output ruhig ein paar mehr Ecken und Kanten aufbürden – es sei denn, sie haben mit dem Prädikat Stadionrock kein Problem.

Ans große Publikum gerichtet

Die Songs handeln von Liebe, Beziehungen und Hoffnungen, allen voran die aktuelle emotionsgeladene Single "Somewhere Only We Know". "Wir wollten niemals eine kleine Kultband werden", erklärt Sänger Chaplin. "Unsere Musik sollen so viele Leute hören wie möglich, denn genau aus diesem Grund machen wir sie ja auch." Keane sind auf dem besten Weg, mit "Hopes And Fears" auch außerhalb ihrer Heimat Fuß zu fassen.

Claudia Ziemer, AP

On Tour:

Im Sommer kommen sie für zwei Konzerte nach Deutschland:
04.07. Herzogenrath (Stadion Merkstein/Eins Live/Königstreffen)
07.08. Rees-Haldern (Alter Reitplatz/Haldern Pop)


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