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"Dein Lied" Kraftklub entschuldigen sich auf neuem Album für einen ihrer früheren Songs

Kraftklub-Sänger Felix Brummer
Kraftklub-Sänger Felix Brummer
© aal.photo / Imago Images
Die Band Kraftklub lieferte vor fünf Jahren mit "Dein Lied" eine bitterböse Abrechnung mit der Ex-Freundin. Auf ihrem neuen Album leisten sie Abbitte – der Sinneswandel kam aber schon früher.

2017 brachten Kraftklub ihr Album "Keine Nacht für Niemand" heraus, und veröffentlichten als erste Single daraus den Song "Dein Lied". Darin geht es um den alles andere als versöhnlichen Abschied von einer Ex-Freundin, eine Abrechnung. Frontmann Felix Brummer bezeichnet die frühere Partnerin darin im Refrain als "verdammte Hure".

Doch mit dem Song möchte die Band aus Chemnitz heute nichts mehr zu tun haben. Auf ihrem neuen Album "Kargo", das im September erschienen ist, nimmt sie noch einmal Bezug auf "Dein Lied". Im Song "Der Zeit bist du egal" greifen sie alte Jugendsünden auf. Dazu gehört für sie auch der fünf Jahre alte Song: Kraftklub distanzieren sich von der Aussage des Liedes und entschuldigen sich. 

Kraftklub distanzieren sich von "Mein Lied"

"Ein 'War nicht so gemeint' macht nicht alles wieder gut / Nicht den Streit, die Zerstörung, die Wut / Nicht die Schmerzen, den Hass Nicht den Stress und das Leid / Texte wie 'Dein Lied' und all die and'ren schlechten Zeil'n / So viele Sachen, die man leider erst zu spät begreift", heißt es in einer Strophe – und im Refrain: "Es tut mir leid / Ich lag falsch, du hattest Recht / Es tut mir leid / Das war einfach nicht korrekt."

Die Einsicht, dass der Songtext von "Dein Lied" möglicherweise fragwürdig sein könnte, kam bei Kraftklub aber nicht erst jetzt. Bereits 2021 hatte die Band den Song stillschweigend auf allen Streamingplattformen entfernt, auch das offizielle Musikvideo dazu war nicht mehr auf Youtube abrufbar. Allerdings haben Fans das Video wieder online gestellt.

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Unmittelbar nach Veröffentlichung des Songs hatte Kraftklub-Sänger Felix Brummer in einem Interview gesagt, in dem Lied werde die Perspektive eines "verzweifelten, gebrochenen Typen" eingenommen: "Er versucht, sich weis zu machen, dass er mit der Trennung erwachsen umgehen kann, auch wenn über ihm alles zusammenbricht. Und dann bricht sich die schlimmste Art Bahn, wie er seine Ex schmähen kann." Es gebe "eine Abgrenzung zwischen dem Autor und dem Protagonisten", sagte Brummer damals der "Frankfurter Neuen Presse" – mittlerweile vertritt die Band offenbar selbst eine etwas andere Auffassung.

Quellen: "Der Zeit bist du egal" auf Youtube / "Frankfurter Neue Presse"

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