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Fergie in guter Gesellschaft: Auch diese Stars lagen bei Nationalhymne daneben

Für ihre Version der amerikanischen Nationalhymne erntete Sängerin Fergie beim Allstar-Spiel der US-Basketballliga reichlich Spott. Doch sie ist nicht die erste, die das Loblied vergeigte – und dabei kannte sie zumindest den Text.

 

Fergie sang vor dem Allstar-Spiel der US-Baseketballliga NBA in Los Angeles die die Nationalhymne in einer Jazz-Version

Fergie sang vor dem Allstar-Spiel der US-Baseketballliga NBA in Los Angeles die die Nationalhymne in einer Jazz-Version - und erntete dafür jede Menge Kritik.

DPA

Kaum eine offizielle Sportveranstaltung, bei der die amerikanische Nationalhymne nicht ertönt. Am Sonntag versuchte sich Sängerin Fergie beim Allstar-Spiel der US-Basketballliga NBA in Los Angeles an ihr. Doch die Frontfrau der Black Eyed Peas vergriff sich im Ton, wie sie selbst später zugab. Ihre jazzige Version sorgte bereits während ihrer Performance für Gelächter im Staples Center. Danach hagelte es auch im Netz harsche Kritik.

Die Sängerin zeigte sich darüber zerknirscht. Sie habe sich geehrt gefühlt, die Hymne singen zu dürfen und "für die NBA etwas Besonderes" ausprobieren wollen, erklärte sie in einem Statement. "Ich bin künstlerisch risikofreudig, aber offenbar hat diese Interpretation nicht den richtigen Ton getroffen", so die Sängerin weiter. "Ich liebe dieses Land und habe wirklich mein Bestes gegeben."


Kritik für Nationalhymne auf Twitter

Vor allem auf Twitter hatte Fergies Auftritt am Sonntag großen Spott hervorgerufen. Einige User posteten Bilder von blutenden Ohren, andere sprachen vom "Schlechtesten Vortrag aller Zeiten". Auch bei den Basketballern und ihren Fans in der Arena hatte der Gesang für verwunderte und lachende Gesichter gesorgt. Neben der jazzigen Interpretation der Hymne war Fergies Auftritt als zu verführerisch kritisiert worden.

Auch Schauspielerin Roseanne Barr meldete sich auf Twitter: "Wer hat Fergies Nationalhymnen-Auftritt beim NBA-All Star Game gesehen? Ich denke, meine war besser."

Denn 1990 quäkte sie selbst die Hymne, traf kaum einen Ton. Der damalige US-Präsidenten George H.W. Bush bezeichnete ihren Auftritt als "schändlich".


Doch auch professionelle Sänger scheiterten schon an der Nationalhymne.

Michael Bolton vergaß 2003 bei dem Baseballspiel der Boston Red Sox gegen die New York Yankees sogar mitten im Lied den Text, musste kurz unterbrechen und diesen wie ein Schüler beim Spicken von seiner Handfläche ablesen.


Ähnlich ging es wohl Stimmwunder Christina Aguilera, die 2011 die Hymne beim 45. Super Bowl verpatzte. Statt in der vierten Strophe den richtigen Text zu singen, erfand sie einen eigenen.


Auch bei Donald Trump fragte man sich Anfang des Jahres, ob er den Text der Nationalhymne drauf hat. Beim US-College-Football zwischen Alabama und Georgia sang der Präsident nur einige Passagen mit. 

R'n'B-Sänger R. Kelly unterlegte 2005 beim Boxkampf von Bernard Hopkins gegen Jermain Taylor im Mandalay Bay Event Center in Las Vegas die Hymne mit ein paar flotten Beats und forderte das Publikum zum Klatschen auf. Das kam nicht bei jedem gut an.

Sängerin Victoria Zarlenga zeigte sich 2012 beim Fußballspiel der USA gegen Schottland zwar textsicher, haute aber nur schiefe Töne raus. Sie beteuerte später, ihr sei nicht klar gewesen, dass die Akustik im Stadion und die Ohrhörer, die sie spontan von der Technik ausgeliehen und die ihr daher zu groß waren, solch schiefen Töne zur Folge hätten.

Aber auch bei der Deutschen Nationalhymne kam es schon zu so manchem Skandal. So sang vor der Begegnung der deutschen Damen beim Fed-Cup im Februar 2017 auf Hawaii gegen die USA der US-Lehrer Will Kimball die verpönte erste Strophe "Deutschland, Deutschland, über alles. Über alles in der Welt." Fans und Spieler versuchten lautstark mit dem richtigen Text gegen den Solisten anzusingen.


Unvergessen auch der versemmelte Auftritt von Sarah Connor 2005 beim Eröffnungsspiel der Bayern gegen die Nationalmannschaft. Statt "Blüh im Glanze" sang sie "Brüh im Lichte dieses Glückes".



jek mit DPA