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Peter Lohmeyer & Fink: Antikriegs-Song im Country-Stil

Der Schauspieler Peter Lohmeyer hat gemeinsam mit der Hamburger Band Fink und dem Schauspieler Ulrich Tukur den Antikriegs-Song "Bagdad Blues" produziert.

Der Schauspieler Peter Lohmeyer hat gemeinsam mit der Hamburger Band Fink und dem Schauspieler Ulrich Tukur am Akkordeon einen Antikriegs-Song produziert. Der Erlös von "Bagdad Blues" geht an die Hilfsorganisation Medico International. Lohmeyer geht es bei dem Song, der im Country-Stil die Irak-Politik des US-Präsidenten George W. Bush anprangert, um eine neue Form von Protestkultur, sagte der Schauspieler in Hamburg.

"Swing in den Protest"

"Das Betroffenheits- und Moralapostel-Getue macht mich müde. Dabei ist es wichtig, in dieser Angelegenheit nicht müde zu werden. Mit so einem Antikriegs-Song swingt vielleicht auch eine andere Generation mit - mein Sohn jedenfalls tut es", meinte der vierfache Vater. Die große Friedensdemonstration in Berlin sei ihm "mit all dem Staub, den sie hatte, auf den Keks gegangen", sagte der 41-Jährige. Es sei an der Zeit, Kunst und Protest auf eine andere Art und Weise zu verbinden als in den 70ern. "Wenn durch unseren Song Swing in den Protest gegen den Krieg kommt, soll es mir recht sein."

Marionette Bush

"Das Schlimme an Bush ist seine Dummheit", sagte Lohmeyer. "Auf so einem Posten wird Dummheit zur Gefahr für andere. Außerdem ist Bush in meinen Augen eine Art Marionette der amerikanischen Wirtschaft - auch das ist dumm", meinte der Schauspieler.

Am Anfang stand ein Kneipenbesuch

Die Idee zu dem Song sei bei einem Kneipenbesuch nach einem Konzert von Fink mit Lohmeyer in der Berliner Volksbühne entstanden. Text und Musik stammen von Nils Koppruch. Im Text heißt es: "Ja, der weiße Mann aus Texas dreht den Teufel heut' am Spieß, und alle, die eine and'res Lied singen, grillt der Mann im Fegefeuer mit (...) Ein paar Bomben und Granaten und dann wird alles wieder gut, heute ziehn wir gegen Bagdad und sprengen alles in die Luft."