VG-Wort Pixel

Pink auf Tour Liebling, Pink hat die Halle geschrumpft


Nach dem "Funhouse"-Album kommt die "Funhouse"-Tournee. Sängerin Pink lädt zum Kirmesbesuch, zur Kissenschlacht und baumelt unter der Decke. stern.de traf eine der ehrlichsten Künstlerinnen des Pop-Zirkus'.
Von Sophie Albers

Es ist wohl das deutlichste Bild, das ein Popstar von seiner Beziehung zum Publikum abgeben kann: Im großen Finale ihrer "Funhouse"-Show, mit der Pink gerade um die Welt zieht, stürzt sich der US-Star mit einem Bungee-Jump in die Tiefe - ins Meer der Fans, auf den harten Boden der Bühne. Überhaupt ist Pink auf Tour ein beeindruckender Trapez-Akt: So wie die gelernte Turnerin mit den Bauchmuskeln eines Mannes als Showeinlage immer wieder abhebt, durch die Luft wirbelt und unter der Decke baumelt, ist auch ihre Show kaum zu fassen.

Pink, ihre Musiker und Tänzer bieten in Berlin alles: von besagter Luftakrobatik über Moulin Rouge auf Speed bis zum minimalistischen Club-Auftritt. Denn auch das gab es in der ausverkauften O2-Arena zu sehen: Pink schrumpfte die Monströsität der Halle mit rund 14.000 Zuschauern auf die Intimität einer Barrunde. In Jeans und T-Shirt saß sie neben ihrem Gitarristen auf einem Barhocker und sang wunderschöne Akustik-Versionen von Songs wie "Family Portrait". Da war man plötzlich allein mit ihr.

"Man kriegt immer nur die ganze Pink, oder?" - "Absolut", sagte die Entertainerin im Gespräch mit stern.de und lachte aus den tiefsten Tiefen ihres durchtrainierten Bauches. Die ganze Pink ist im "Funhouse" eine Zirkusdirektorin im gelben Frack, eine Trapezkünstlerin in hautengem Weiß, eine Rockröhre in schillerndem Lackrot, das Mädchen auf dem Barhocker und erstaunlicherweise sogar ein Freddie Mercury. Sie liefert eine "Bohemian Rhapsody"-Fassung, an der es rein gar nichts zu kritteln gibt. Später nimmt sie sich ebenso perfekt Gnarls Barkleys "Crazy" vor. Pink macht, was sie will - und hat genau das zur Kunstform erhoben.

Seit sie 14 ist, steht Alecia Beth Moore auf mehr oder weniger großen Bühnen. Seit rund zehn Jahren unter dem Namen Pink. Die mittlerweile 29-Jährige ist eine der erfolgreichsten Künstlerinnen des US-Geschäfts mit der Popmusik. Und erstaunlicherweise hat der plastifizierende Effekt des Ruhms ihr bisher trotzdem nichts anhaben können. Aber hören und sehen Sie selbst, wie sich Pink im stern.de-Video-Fragebogen schlägt.

Tourdaten

  • 27. März, Frankfurt/ Main
  • 28. März, Nürnberg
  • 30. März, Köln
  • 1. April, Hamburg
  • 2. April, Hamburg
  • 4. April, Hannover
  • 6. April, München
  • 7. April, München
  • 8. April, Dortmund

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker