Plattendeal Rekordsumme für Jackson-Erben


Es ist wohl der größte Deal, der jemals im Musikgeschäft abgeschlossen wurde: Für diverse Musikveröffentlichungen, Computerspiele und Filmrechte zahlt Sony den Erben von Michael Jackson angeblich die Garantiesumme von 200 Millionen Dollar.

Rund neun Monate nach dem Tod von US-Superstar Michael Jackson haben seine Erben laut Medienberichten einen Rekordvertrag mit dem Unterhaltungskonzern Sony abgeschlossen. Der "New York Times" zufolge soll im November ein neues Album mit unveröffentlichten Aufnahmen des King of Pop auf den Markt kommen. Teil des Plattendeals ist demnach auch der Soundtrack zu dem Kinofilm "This Is It" über Jacksons geplante Comeback-Show in London, der Ende Oktober weltweit in die Kinos kam.

Garantiesumme von 200 Millionen Dollar

Der Sony-Vertrag ist nach Einschätzung von Experten der bislang größte Deal im Musikgeschäft überhaupt. Dem "Wall Street Journal" zufolge garantiert der Vertrag den Jackson-Erben Einnahmen von mindestens 200 Millionen Dollar (146 Millionen Euro). Seit dem Tod des Sängers hat Sony bereits 31 Millionen Exemplare seiner Alben verkauft. Bis zu seinem ersten Todestag am 25. Juni könnten seine Erben laut "Wall Street Journal" bis zu 250 Millionen Dollar durch den Verkauf von Musik, Fanartikeln und den Konzert-Film "This Is It" einnehmen.

Zehn Michael-Jackson-Projekte bis 2017

Nach Informationen der "Los Angeles Times" hat sich Sony mit dem Vertrag die Verbreitungsrechte für insgesamt zehn Michael-Jackson-Projekte bis 2017 gesichert. Dabei geht es nicht nur um Plattenveröffentlichungen, sondern auch um die Rechte an Filmen, Computerspielen und Theaterstücken, wie der Chef des Sony-Labels Columbia Epic, Rob Stringer, der Zeitung sagte.

Jackson war 2009, kurz vor den geplanten Comeback-Shows, im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis Medikamenten gestorben. Er hatte hunderte Millionen Dollar Schulden. Seine Mutter Katherine Jackson, der auch das Sorgerecht für seine Kinder Prince Michael (12), Paris (11) und Prince Michael II. (7) übertragen wurde, kümmert sich zusammen mit seinen Nachlassverwaltern um seinen Besitz, zu dem unter anderem die Neverland-Ranch im US-Bundesstaat Kalifornien sowie die Rechte an hunderten Beatles-Songs gehören.

AFP AFP

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