Rod Stewart Familiäres Rock-Konzert


Rod Stewart begeistert in Hamburg mit Rock-Klassikern und beweist, dass er auch mit 62 noch das Zeug dazu hat, das Publikum zwei Stunden lang zum Kochen zu bringen. Im Oktober kommt Stewart in sechs weitere deutsche Städte.

Mitreißender Rock 'n' Roll, Balladen voller Leidenschaft, Songs zum lauten Mitsingen und Musik zum Feuerzeug schwenken - Rod Stewart und seine Band haben ihren Fans am Mittwochabend in der Hamburger Colorline Arena alles geboten, was zu einem gelungenen Rockkonzert gehört.

Die Arena im Sturm erobert

Rund zwei Stunden lang verausgabte sich der 62-jährige Brite auf der Bühne und begeisterte das Publikum mit seinen größten Hits aus fast 40 Jahren Karriere. Mit Stücken wie "Sailing", "Tonight’s The Night" oder "Baby Jane" eroberte er die Arena im Sturm - spätestens in der zweiten Hälfte des Konzerts standen alle Besucher auf und sangen laut mit.

Bei diesem vorerst einzigen Auftritt seiner aktuellen Tournee in Deutschland stellte Rod Stewart auch Stücke von seinem kürzlich erschienenen Album "Still The Same - Great Rock Classics Of Our Time" vor. Es enthält Kompositionen berühmter Songwriter - darunter John Fogertys "Have You Ever Seen The Rain" und der Bonnie-Tyler-Klassiker "It’s A Heartache".

Superstar zum Anfassen

Auf einer großen Mittelbühne boten Stewart und seine 13-köpfige Band eine großartige Show. Von Jackett und Schlips trennte sich der Star schon nach den ersten beiden Stücken und rockte dann ganz in Schwarz über die beiden langen, ins Publikum ragenden Laufstege. Er präsentierte sich als Star zum Anfassen, schüttelte vielen Fans vom Bühnenrand herunter die Hand, kickte Fußbälle ins Publikum und sammelte Blumen und Geschenke ein.

"Es war ein toller Abend", waren sich alle Mitglieder der Soulband Flying Flipper Corridas einig. "Man konnte spüren, dass Rod Stewart selbst Spaß auf der Bühne hatte." Die fünf Fans waren für das Konzert aus München angereist und zogen mit ihrer eigenwilligen Kostümierung aus langen Samtmänteln, Perücken und Hüten in Orange viele Blicke auf sich. Einen der Hüte lieh sich Rod Stewart bei seinem Auftritt aus.

Private Fotos auf den Leinwänden

Ebenso gut gelaunt und spielfreudig wie der Star selbst zeigte sich auch seine Band. Die beiden Schlagzeuger, der Gitarrist und die Saxofonistin glänzten mit spektakulären Soli, und drei stimmgewaltige Background-Sängerinnen forderten den Frontmann zu unterhaltsamen Gesangsduellen heraus.

Zwischen den lauten, rockigen Stücken gelang es Rod Stewart, inmitten von mehreren tausend Fans eine persönliche Atmosphäre zu schaffen - etwa bei seiner schlichten Interpretation des Folksongs "Dirty Old Town", den er mit der Akustikgitarre in der Hand sang. Besonders anrührend wirkten private Videos und Fotos aus dem Familienalbum, die zum Cat-Stevens-Hit "Father and Son" auf den Leinwänden zu sehen waren. Sie zeigten den Star mit seinen Eltern und beim Fußballspielen mit seinem jüngsten Sohn.

"Es war ein sehr gelungener Abend und eine unterhaltsame Show", fand Konzertbesucherin Christine Mersiowsky aus Hamburg. Nach diesem Auftritt vorab startet Rod Stewart am 12. Oktober in München seine Tournee durch sechs weitere Städte in Deutschland.

Vivien Rehder/DPA DPA

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