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The Fab Four: Neue "Beatle-Mania" in Hamburg

Die Beatles bleiben unvergessen: Zur "International Beatles Convention" treffen sich Fans und Wegbegleiter der Liverpooler in Hamburg und lassen die legendäre "Star-Club-Atmosphäre" wieder aufleben.

13. April 1962: Paul McCartney, John Lennon, George Harrison und Ringo Starr betreten erstmals den "Star-Club" im Hamburger Amüsierviertel St. Pauli. In dem Haus an der Großen Freiheit Nummer 39 spielen die Beatles an diesem Abend vor rund 1000 begeisterten Gästen. Was auf der Reeperbahn begann, veränderte kurze Zeit später die gesamte Musikwelt. Die Jungs mit der unverwechselbaren Pilzkopf-Frisur wurden zur erfolgreichsten Popband aller Zeiten.

Nach mehr als vier Jahrzehnten erinnert jetzt ein Festival an die musikalischen Anfänge der Beatles in der Hansestadt. Mit der "International Beatles Convention" lassen Fans und namhafte Wegbegleiter der Liverpooler die "Star-Club-Atmosphäre" von damals wieder aufleben. Zum Auftakt des viertägigen Events spielten am Donnerstagabend legendäre Bands wie The Searchers und John Lennons erste Gruppe The Quarrymen in verschiedenen Kiez-Clubs.

Die alten Ohrwürmer rocken wie einst

The Searchers standen das erste Mal seit über zehn Jahren mit vollem Programm auf einer deutschen Club-Bühne. In der "Temple Bar" sorgten sie mit ihren Hits "Sweets For My Sweet", "Sugar & Spice" und "Needles & Pins" für ausgelassene Stimmung. "Hamburg, wir sind wieder zu Hause!", begrüßte Bandleader Frank Allen (60) das begeisterte Publikum. Hunderte junge und alte Anhänger der wilden Sixties hielt es nicht lange auf den Stühlen, sie tanzten und sangen zu den Ohrwürmern von einst.

Ein Hauch von Geschichte wehte auch in der Großen Freiheit Nummer 7. Dort gaben The Bootles eine musikalische Biografie ihrer großen Vorbilder zum Besten. Hier war bei unvergesslichen Beatles-Songs wie "Love Me Do", "I Want To Hold Your Hand" oder "Please Mr. Postman" ebenfalls lautes Mitsingen angesagt.

Ringo kommt nicht

Gerüchte, nach denen Ex-Beatle Ringo Starr (64) angeblich als Überraschungsgast zur Beatles-Convention an die Elbe gereist war, bestätigten sich nicht. "Es war wohl doch ein Double", gestand Organisator Horst Fascher, der selbst mit der Ankündigung des Stars für seine Veranstaltung kräftig geworben hatte. Obwohl der Mitbegründer des "Star-Clubs" nach eigenen Angaben nach wie vor guten Kontakt zu Paul McCartney (62) hat, kam auch dieser nicht zu dem Event. "Er ist zu sehr mit seiner eigenen Tour beschäftigt", meinte der 68-Jährige.

Bis Sonntag bleibt Hamburg noch Hauptstadt des Beat. Insgesamt 20 Konzerte stehen auf dem Programm. Hinzu kommen ein Beatles-Band-Wettbewerb, eine Andenken-Messe sowie eine Plattenbörse. Außerdem können sich treue Fans vor Ort einen Pilzkopf schneiden lassen. Mit der Convention wollen die Initiatoren die Elb-Metropole wieder als Beatles-Stadt bekannt machen und sich um eine Wiederbelebung des "Star-Clubs" bemühen. Schließlich schwärmte schon George Harrison:

"Für mich ist ganz sicher, dass wir unseren musikalischen Höhepunkt als Live-Band in Hamburg erreicht hatten."

Christina Otten/DPA / DPA