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"Aldi gegen Lidl - Das Duell" Discounter-Vergleich hebt ZDF in ungeahnte Quotenhöhen


Das ZDF lud zum Discounterduell - und landete damit einen Quotenhit. Doppelt so viele Menschen wie gewöhnlich klinkten sich am Dienstagabend in die Reportage ein. Schlecht lief es für Sat.1.

Vor hundert Jahren startete der Bäcker Karl Albrecht in Essen einen "Handel mit Backwaren". Doch erst seine beiden Söhne entwickelten Jahrzehnte später das "Aldi"-Prinzip: Alltagsware zu niedrigen Preise anbieten. Seitdem sind viele findige Geschäftsleute auf den Discounterzug aufgesprungen, allen voran die Handelskette Lidl. Pünktlich zum runden Geburtstag des Originals hat das ZDF die beiden Platzhirsche nun aufeinander losgelassen - und sich damit einen beachtlichen Quotenerfolg gesichert. 6,04 Millionen Menschen schalteten um 20.15 Uhr im ZDF die Reportage "Aldi gegen Lidl - Das Duell" über den Vergleich der beiden Discounter ein.

Zwei Familien testeten unterschiedliche Produkte der Konzerne. Zudem besuchte das Drehteam den RTL-Auswanderer Konny Reimann und ließ Werkzeuge der beiden Supermärkte ausprobieren. Das ZDF erreichte damit einen Marktanteil von 18,7 Prozent. Auf dem Sendeplatz am Dienstagabend erreicht der Mainzer Sender gewöhnlich etwa nur halb so viele Zuschauer.

Zeitgleich lag nur die ARD-Serie "Um Himmels Willen" ein wenig besser. 6,20 Millionen Zuschauer (19,2 Prozent) sahen das Dauerduell zwischen Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) und Schwester Hanna (Janina Hartwig). Im Anschluss daran verfolgten um 21.05 Uhr 6,41 Millionen Menschen (20,0 Prozent) die ARD-Krankenhaussoap "In aller Freundschaft". Dahinter platzierten sich die RTL-Serien "CSI: Vegas" mit 3,76 Millionen (11,7 Prozent) und "Bones" ab 21.15 Uhr mit 4,01 Millionen Zuschauern (13,0 Prozent).

"Lila, Lila" holt sich blaues Auge

Schlecht verlief der Abend für Sat.1: Lediglich 1,22 Millionen Zuschauer (4,0 Prozent) interessierten sich für die Erstausstrahlung der Komödie "Lila, Lila" von 2009 mit Hannah Herzsprung, Daniel Brühl und Henry Hübchen. Der Schweizer Regisseur Alain Gsponer erzählt in seiner gut besetzten Adaption von Martin Suters Bestseller die märchenhafte Geschichte eines modernen Felix Krull aus der Berliner Boheme. "Lila, Lila" oszilliert hübsch zwischen romantischer Komödie und Satire auf die Eitelkeiten des Literaturbetriebs, bleibt aber unterm Strich viel zu brav und betulich.

Etwas besser lag ProSieben mit der Doppelfolge der Serie "Two and a Half Men", die auf 1,46 Millionen (4,6 Prozent) und auf 1,63 Millionen Zuschauer (5,0 Prozent) kam. RTL II brachte es mit der Reihe "Das Messie-Team - Start in ein neues Leben" auf 1,54 Millionen (4,8 Prozent) und Vox mit der Reihe "Glööckler, Glanz und Gloria" auf 1,33 Millionen Zuschauer (4,1 Prozent).

In der Jahresgesamtwertung steht das ZDF mit 13,4 Prozent auf Platz eins. Es folgt die ARD mit 12,4 Prozent. RTL erreicht als stärkster Privatsender 11,9 Prozent. Sat.1 folgt dahinter mit 8,1 Prozent vor Vox mit 5,8 Prozent. ProSieben bringt es auf 5,3 Prozent. RTL II kommt auf 4,0 Prozent, Kabel eins auf 3,9 Prozent und Super RTL auf 2,0 Prozent.

jwi/DPA DPA

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