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Letzte Rose von Jessica Paszka: Bitte mehr Davids: Warum der "Bachelorette"-Sieger für die Zuschauer ein Gewinn war

David Friedrich hat nicht nur das Herz von Jessica Paszka erobert, auch bei den "Bachelorette"-Zuschauern kam der Schlagzeuger gut an. Warum er ein außergewöhnlicher Kandidat war.

Da war es um sie geschehen: "Die Bachelorette" Jessica Paszka machte David Friedrich zu ihrem Auserwählten

Drei Millionen Zuschauer schalteten am Mittwoch zum Finale der RTL-Kuppelshow "Die Bachelorette" ein - und das lag wohl vor allem an David Friedrich. Der 27-jährige Musiker aus Moers galt seit Wochen als Favorit bei den Fans, jetzt hat er tatsächlich die letzte Rose erhalten.

Dass er diese spontan wegwarf und sich leidenschaftlich in die Arme von Bachelorette Jessica Paszka warf, brachte ihm noch mehr Sympathien ein. Auf Twitter wurde sein Sieg fast einhellig bejubelt:



Für einen "Bachelorette"-Kandidaten wirkte David tatsächlich ungewohnt spritzig und sympathisch. Eben weil er manchmal aus der üblichen Regie ausbrach, den anderen Männern zum Beispiel nichts vom Kuss mit Jessica erzählte oder sich traute, mit ihr zu scherzen. Gut, mit der Grammatik hapert es auch bei ihm ("Jessica ist die Frau, wo man sich verliebt hat"). Und für Fremdscham-Momente sorgen zuverlässig seine #collectmoments-Sinnsprüche auf Instagram ("Augenblicke bleiben nicht für immer"). Aber das ist harmlos im Vergleich dazu, was der RTL-Zuschauer sonst in und rund um die Kuppelshow ertragen muss.

Normalerweise sind die "Bachelorette"-Kandidaten furchtbar öde

Klischeehafte Kandidaten ohne Witz und Originalität sind die Regel, die Dates meist erschreckend öde. Beim amtierenden "Bachelor"-Paar Sebastian und Clea-Lacy war das Aufregendste ein Trip in einen Sonnenbrillenladen in der Provinz-Fußgängerzone. Die beiden hätten aber auch nackt am Times Square Tango tanzen können und man hätte nur schwer ein Gähnen unterdrückt. Sie hatten sich schlicht nichts zu sagen. Jessica und David hingegen sah man beim Flirten gern zu - und sie mussten erschreckend wenig dafür tun. Statt Floskeln ein paar Gags, statt Macho-Gehabe halbwegs herzliche Sätze, schon war das Publikum verzaubert.


Wenn sie jetzt gemeinsam beim Frühstücksfernsehen sitzen und David mit leichtem Ruhrpottdialekt versichert, er könne sich gar nicht daran erinnern, die letzte Rose weggeworfen zu haben, dann wirkt das überraschend romantisch. Dass die Show ihm und vor allem seiner Metal-Band Eskimo Callboy viele Vorteile verschafft hat, ist offensichtlich. Aber immerhin liefert er dafür im Gegenzug ein bisschen Unterhaltung. Das Casting von David zeigt, welches Potential in dem Format steckt, wenn RTL Kandidaten findet, die außerhalb der üblichen Klischees denken. Für die nächsten Staffeln "Bachelor" und "Bachelorette" kann sich der Zuschauer nur eines wünschen: mehr Davids.

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