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"heute show" "Es ist richtig Klischee" – Neu-Abgeordnete Annika Klose verrät, welche Lobbyisten sich zuerst meldeten

Fabian Köster von der "heute show" besucht Annika Klose, die erstmal im Bundestag sitzt
Fabian Köster von der "heute show" besucht Annika Klose, die erstmal im Bundestag sitzt
© Screenshot "Heute Show"
Wenn Politiker:innen das erste Mal ins Parlament gewählt werden, gibt es viel Neues zu koordinieren: Themen, Termine – und Post. Annika Klose hat der "heute show" erzählt, von wem die ersten Briefe auf ihrem Schreibtisch stammten.

In den vergangenen Wochen ist viel über das junge neue Parlament geschrieben und berichtet worden. Auch die "heute show" will mal nachhorchen, wie es Erstsemestern so geht und wie der Start so verläuft. "Mehr frischer Wind im Bundestag. Fast 40 Prozent der Abgeordneten sind zum ersten Mal dabei", sagt Moderator Oliver Welke und schickt Fabian Köster ins "Greenhorn"-Parlament, wie Welke es nennt. Köster trifft die jüngste Abgeordnete Emilia Fester, 23, von den Grünen, und Annika Klose, 29, von der SPD.

Der Komiker holt erstmal belanglose Statements wie "Es ist aufregend" und "Das Gebäude ist riesig groß und krass" ein und schenkt Fester eine Schultüte fast ohne Inhalt, weil "kein Tempolimit, keine Aufweichung der Schuldenbremse und keine Steuererhöhungen" drinstecken. Soweit, so mäßig unterhaltsam.

Annika Klose: "Das ist Lobbypost"

Dann besucht Köster Klose in ihrem Büro, schaut sich um, findet Papiere und fragt: "Was liegt denn hier jetzt schon an Papierkram rum?" Und Klose plaudert ein wenig über die Briefe. "Das ist Lobbypost", sagt sie. "Ich habe schon im Wahlkampf Lobbypost bekommen, von Mineralölunternehmen und Zeitarbeitsfirmen, die haben sich als erstes gemeldet", erzählt sie und ergänzt: "Das erste, was ich dann im Postfach hatte, als ich im Bundestag ankam, war von der Waffenlobby." Ihr Fazit: "Es ist richtig Klischee."

Köster befragt im Nachgang Karl Lauterbach, was Annika Klose denn nun alles so beachten müsse. Lauterbach hat humorvolle Tipps: "Hier schwimmt man mit dem Strom", scherzt er. Oder: "Auch in der Sache begründete Kritik ganz sparsam. Gerade in den ersten Jahren." Zu Idealen in der Politik rät Lauterbach mit einem Augenzwinkern: "Ideale darf man haben, das ist gar nicht das Problem. Man darf sie nicht zeigen." Was Köster nicht fragte, aber innerlich vielleicht dafür Annika Klose: Ob das mit den Idealen auch für die Beantwortung der Lobbyistenpost gilt?

Hier können Sie die ganze Folge der "heute show" vom 29. Oktober sehen.

feh

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