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Comedy im ZDF "Für Sie ändert sich nichts!": "heute-show"-Reporter bringt Markus Söder zum Lachen

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"heute-show"-Reporter Fabian Köster trifft auf CSU-Chef Markus Söder
© screenshot ZDF
Die Satire-Sendung "heute-show" schickte ihren Reporter Fabian Köster zum Treffen der bayerischen Jungen Union für "eine Mischung aus Trauerarbeit und Oppositions-Coaching". Köster mischte sich mit frechen Fragen in die Runde - und brachte sogar CSU-Chef Söder zum Lachen.

Die ZDF-Satire-Sendung "heute-show" knöpfte sich in der aktuellen Sendung das schlechte Umfrageergebnis der CDU/CSU vor. Auf unter 20 Prozent Zustimmung kommt die Union momentan - ein Rekordtief. "Die Union braucht einen Neuanfang", so Moderator Oliver Welke, und ausgerechnet die CSU würde jetzt vorlegen. "Ich gehe sogar so weit, zu behaupten: Bei der CSU hat gerade von Ihnen unbemerkt eine Revolution stattgefunden!".

Welke spielte auf den Parteitag der bayerischen Jungen Union vom Wochenende an, wo per Antrag der Name von CSU-Parteichef Markus Söder aus einem Papier gestrichen wurde (Mehr dazu lesen Sie hier). Sie seien "keine Ein-Mann-Partei", war ein Redner zu hören. "Ich vermute, das war subtile Kritik an Söders Ego-Trip der letzten Monate", erklärte Welke. Der "heute-show"-Reporter Fabian Köster war bei dem Treffen in Deggendorf vor Ort. Er habe es mit einer Mischung aus Trauerarbeit und Oppositions-Coaching versucht, kündigte Welke den Beitrag an.

Fabian Köster legt sich mit Markus Söder an

Und Köster machte genau das auch mit CSU-Chef Markus Söder. "Kennen Sie das Wort Opposition?", fragte er diesen. "Aus einer düsteren Vergangenheit", antwortete der im Vorbeigehen. "Ich erklär's Ihnen mal: Man muss gegen die politische Führung sticheln und sich für den Besseren halten - also für Sie ändert sich eigentlich nichts!", schob Köster hinterher und brachte mit dem Spruch Söder sogar zum Schmunzeln. "Viele Grüße an die "heute-show'!", antwortete der bayerische Ministerpräsident darauf lachend.

Köster ist bekannt dafür, Politiker:innen mit seiner schlagfertigen Art aus dem Konzept zu bringen. Mit dreisten Fragen wie "Trinkt ihr mehr bei einem Wahlsieg oder bei einer Niederlage?" oder "Freut ihr euch auf die Opposition?" mischte er sich in Deggendorf unter die CSU-Anhängerschaft. Und bekam so einige knackige Zitate geliefert. "Opposition wird uns gut tun. Wir haben uns tot regiert", sagte eine Teilnehmerin beispielsweise in die Kamera. Es war nicht das einzige Eigentor, das fiel. 

"Haben Sie nicht Angst, wenn es keinen Verkehrsminister mehr gibt, der Geld nach Bayern schaufelt, dass es dann bald hier aussieht wie in NRW?", fragte Köster das EU-Parlaments-Mitglied Manfred Weber etwa. Weber gab unumwunden zu, dass er das als Aufgabe eines "bayerischen Verkehrsministers" sehe, dafür zu sorgen, dass in Bayern etwas vorangehe. Köster dazu trocken: "Ich würde sagen, als Bundesminister ist seine Aufgabe noch ein bisschen weiter, als nur zu gucken, dass die Straßen in Bayern gut sind."  Danach brachte Köster einen Jungen Unionler sogar dazu, sich direkt bei Andreas Scheuer für die nach Bayern geflossenen Gelder zu bedanken. Trauerarbeit und Oppositionscoaching eben - Mission erfüllt.

sst

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