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"heute-show" im ZDF: Sozen-Gandalf aus Goslar: Das neue Image von Sigmar Gabriel

Ein "unerträglicher Choleriker und Bollerkopp" sei er gewesen, der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel. Doch jetzt arbeitet der 59-Jährige an einem Comeback - und die "heute-show" verpasst ihm ein ganz neues Image.

Die "heute-show" im ZDF beschäftigte sich mit einem Comeback von Sigmar Gabriel

Die "heute-show" im ZDF beschäftigte sich mit einem Comeback von Sigmar Gabriel

Vor etwa einem Jahr entschied Sigmar Gabriel: Ich bin dann mal weg. Kein SPD-Chef mehr, kein Außenminister, nicht mal irgendein Ministeramt - nur noch einfacher Abgeordneter in der Großen Koalition. Und ein Privatmann, der mehr Zeit für seine Familie und Lehraufträge an diversen Universitäten hat.

Doch so richtig weg war Gabriel nie. Er agiert im Hintergrund - und das durchaus politisch. Sein Terminplan ist voll und Ex-Kanzler Gerhard Schröder legte der SPD in einem "Spiegel"-Interview nahe, den ehemaligen Parteivorsitzenden wieder mehr zu integrieren. "Sigmar Gabriel ist vielleicht der begabteste Politiker, den wir in der SPD haben", sagte Schröder. 

"Die Marke Gabriel war so versaut, intern nannten wir ihn nur Stigma-Gabriel"

Deshalb beschäftigte sich auch die "heute-show" in ihrer jüngsten Folge mit dem Comeback Gabriels - oder wie Oliver Welke es nennt: "Eine Gefahr für die SPD sind verbitterte Ex-Minister mit zu viel Tagesfreizeit." Ihm zur Seite steht Kabarettist Sebastian Pufpaff, der als fiktiver PR-Manager Gabriel ein neues Image verpassen will. Der alte Gabriel sei ein "unerträglicher Choleriker und Bollerkopp" gewesen, der dreimal die Chance hatte Kanzlerkandidat zu werden, aber "jedes Mal feige gekniffen hat", wie Welke es formuliert.

"Die Marke Gabriel war damals so versaut, intern nannten wir ihn nur Stigma-Gabriel", ergänzt Pufpaff. Für alle, die es vergessen haben, spielt das ZDF nochmal das legendäre "heute journal"-Interview aus dem Jahr 2013 ein, in dem Sigmar Garbiel die Journalistin Marietta Slomka mit den Worten "Lassen Sie uns diesen Quatsch beenden" abfertigte.

Aber, so Pufpaff: "Der Wähler vergisst schnell und ist sehr, sehr dumm." Immerhin würden sich inzwischen wieder 44 Prozent der Deutschen Gabriel in einer tragenden politischen Rolle wünschen. Ergo, das große Comeback des 59-Jährigen sei nur eine Frage der Zeit und Pufpaff hat auch schon eine Idee für das neue Image des SPD-Politikers: "Gabriel kriegt ein Re-Branding. Ich mach aus dem einen nachdenklichen Sozen-Gandalf aus Goslar."

"Nahles als Kanzlerin? Also zaubern kann ich nicht"

Früher hätten seine engsten Mitarbeiter Terpentin gesoffen, um mal eine Woche frei zu haben, spottet Pufpaff. Inzwischen rede Gabriel von einem "geduldigem, liebevollem und menschlichem Umgang" in der Politik. Zudem verspricht Pufpaff: "Mit den richtigen Tools mache ich jeden zum Kanzler: Ralf Stegner, Thorsten Schäfer-Gümbel, Rudolf Scharping." Als ihm Welke dann aber ein Foto von SPD-Chefin Andrea Nahles zeigt, kapituliert der Satiriker. "Also zaubern kann ich wirklich nicht", lautet sein Fazit.

Sehen Sie die ganze Sendung hier in der ZDF-Mediathek.

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jum