HOME
TV-Kritik

"Goodbye Deutschland": "Highness? Ich habe Johannes verstanden" - Nathalie Volk trifft Fürst Albert

"Wir haben viel Gutes getan." So lautet Nathalies Volks Fazit nach ihrem Aufenthalt mit Frank Otto auf den Seychellen. Doch trotz eines Treffens mit Fürst Albert bleiben den Zuschauern daran viele Zweifel.

Nathalie Volk und Fürst Albert

Nathalie Volk hat sich für Fürst Albert eine Frage ausgedacht. "Gibt es Hoffnung, die Korallenbleiche aufhalten zu können?" Der Fürst meint ja.

Es ist einer dieser Ausflüge, bei denen Frank Otto seiner jungen Freundin den Schutz der Meere näher bringen will. Per Boot soll es raus auf den Indischen Ozean gehen. Ein Tauchgang ist geplant. Doch während der Millionär das Korallenriff begutachtet, muss Nathalie Volk an Bord bleiben. Grund: Den Tauchschein, den sie in Hamburg machen sollte, hat sie nicht geschafft. "Ich hasse das mit dem Ausspucken." Doch auch die Bootstour bringt Unannehmlichkeiten mit sich. "Ich hatte gehofft, wir sind wieder auf seinem Katamaran. Zwei Etagen und Butler", sagt Volk beim Anblick der kleinen Jolle in die Kamera. Ja, der Schutz der Weltmeere kann ganz schön anstrengend und entbehrungsreich sein.

Nathalie Volk und Frank Otto waren am Montagabend zum vorerst letzten Mal bei "Goodbye Deutschland - die Auswanderer" zu sehen. Die Doku-Soap über den Ausflug des Luxuspaares auf die Seychellen endet, wie sie begonnen hat: mit einer Aneinanderreihung von Kuriositäten, Animositäten und Peinlichkeiten. Insbesondere der Anspruch des Paares, sich für den Umweltschutz einsetzen zu wollen, mag nicht so recht mit dem Gezeigten zusammenpassen.

Nathalie Volk rettet das Meer

"Ich pinkel nicht ins Meer, weil ich will ja das Meer retten", sagt Nathalie Volk an Bord des kleinen Bootes. Im besten Fall könnte man sie einfach naiv nennen. "Wenn man die Seesterne entfernt, wird es immer besser mit den Korallen", lautet ihr Fazit, nachdem Frank Otto bei seinem Tauchgang Seesterne eingesammelt hat, die das Korallenriff bedrohen. Doch ob sie die Zusammenhänge zwischen Meeresschutz und Umweltverantwortung jedes einzelnen verstanden hat, bleibt angesichts ihres Lebensstils fraglich.

Beim letzten Abendessen am Strand lassen sich Otto und Volk Weißwein servieren, der über tausende von Kilometern auf die Insel gebracht wurde - mit vermutlich verheerender CO2-Bilanz. Es ist nur ein Beispiel von vielen, das die Ernsthaftigkeit der Seychellen-Expedition infrage stellt. "Wir haben viel Gutes getan", ist sich Nathalie Volk trotzdem sicher. Doch die Zuschauer fragen sich: Was denn eigentlich?

Frank Otto schadet mit "Goodbye Deutschland" seinem Ruf

Frank Otto hat mit seinem Engagement für die Deutsche Meeresstiftung viel bewirkt. Doch mit der TV-Doku schadet er seinem Ruf als seriöser Umweltschützer. Einer Meeresschildkröte ins Wasser helfen und Seesterne einsammeln - sieht so wirklich Meeresschutz aus? Natürlich dürfen Otto und Volk Liebesurlaub auf den Seychellen machen, wie das tausende andere auch tun. Aber den Luxusaufenthalt als Forscherreise zu tarnen, dazu gehört schon ziemlich viel Chuzpe.

Nein, die Rolle der Umweltschützerin nehmen die Zuschauer Volk nicht ab. Wenn die 20-Jährige zu sehen ist, erklingt die Melodie aus "Peter und der Wolf". Volk als tappsiges Entlein - so ganz ernst scheint man ihr Engagement auch beim Sender Vox nicht zu nehmen.

Als Volk Fürst Albert von Monaco auf einem Symposium der Deutschen Meeresstiftung in Düsseldorf treffen soll, flammt Begeisterung bei ihr auf. "Ich ziehe da besser ein Kostüm an", sagt sie und fragt ihren Lebenspartner, wie sie den Fürsten ansprechen soll. "Highness", sagt Frank Otto, "Your Higness". "Jo Haines", wiederholt Volk, ohne die Worte verstanden zu haben. "Ich musste erstmal im Internet nachlesen, wie's richtig geschrieben wird. Ich habe immer Johannes verstanden", gibt sie hinterher zu. Gelernt hat Nathalie Volk doch etwas. Immerhin.

Promi durch Reality-TV-Show: Diese Kandidaten hat "Goodbye Deutschland" bekannt gemacht