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"Let's Dance": Heide verlässt das Parkett

Ihre öffentlichen Tanzauftritte wurden mit vielen hämischen Schlagzeilen begleitet, nun hat Heide Simonis aufgegeben. Grund sei die enorme körperlichen Belastung und der Druck "vor allem eines bestimmten Mediums".

Tanzstress und hämische Schlagzeilen haben Heide Simonis zur Aufgabe beim RTL-Wettbewerb "Let’s Dance" gezwungen. Sie habe einen Kreislaufzusammenbruch erlitten, erklärte die 62-Jährige auf ihrer Homepage, warum sie am Samstagabend nicht mehr dabei war. "Dieser kam infolge der körperlichen Belastung und vor allem des medialen Drucks eines bestimmten Mediums zu Stande." Moderator Hape Kerkeling sagte in der Live-Sendung, Simonis habe dem öffentlichen Druck nicht mehr standhalten können.

Die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin hatte es trotz schlechter Jury-Noten bis in die sechste Runde geschafft, weil sie bei der Abstimmung der Zuschauer per Telefon genug Stimmen erhalten hatte. Zuletzt musste sie täglich "Bild"-Schlagzeilen verkraften, in denen sie als "Hoppel-Heide" verspottet wurde. Simonis erklärt auf ihre Homepage: "Ich hätte gerne weiter mitgetanzt, doch mein Gesundheitszustand ließ dies infolge der Kampagne eines bestimmten Mediums leider nicht zu." Laut RTL hatte Simonis in den vergangenen Tagen wie gewohnt zur Vorbereitung mit ihrem Tanzpartner Hendrik Höfken trainiert. Am Samstagnachmittag nach Ankunft in Köln-Ossendorf habe sie sich aber nicht wohl gefühlt. Turnierarzt Peter Riess habe ihr nach der Untersuchung geraten, einen Kollegen zu Rate zu ziehen. "Daraufhin suchte Heide Simonis ein Kölner Krankenhaus auf", erklärte der Sender. Sie wäre gern wieder angetreten, fügte RTL hinzu. Aber auch der zweite Arzt habe ausdrücklich die Teilnahme am Wettbewerb untersagt. Das Krankenhaus konnte Simonis bald wieder verlassen.

Harte Kritik der Jury akzeptiert

RTL-Sprecher Christian Körner wird in der Samstagausgabe der "Bild" zitiert: "Ein vorzeitiges Aussteigen der Kandidaten ist laut Vertrag nicht zulässig." Die Regeln sehen aber vor, dass ein Kandidat, der nicht zur Show antritt, endgültig aus dem Wettbewerb ausscheidet. Heide Simonis hatte angekündigt, dass sie von ihrem Honorar das Kinderhilfswerk UNICEF unterstützen will, dessen Deutschland-Vorsitzende sie seit Anfang dieses Jahres ist. Simonis dankte ihren Fans, die Woche für Woche für sie angerufen hatten. "Sie können mich auch weiterhin gerne unterstützen, indem sie eine kleine Spende an UNICEF entrichten und somit eine gute Tat begehen. Nur deshalb, um auf UNICEF aufmerksam zu machen, habe ich an dieser Show teilgenommen." "Meinen Auftritt bei ’Let’s Dance’ habe ich nicht bereut. Es war eine seriöse und familienfreundliche Sendung", teilt die frühere Politikerin mit. Selbst mit der harten Kritik der Jury konnte ich gut leben, denn das war schließlich ihre Aufgabe in der Show. Mich hat es aber schon überrascht, wie wenig Verständnis manche Medien in Deutschland für Unterhaltung haben - anders übrigens als die Millionen Zuschauer."

Am Samstagabend ist kein Tanzpaar per Jury- und Zuschauerwertung ausgeschieden. Die Anrufe sollen in die Wertung der nächsten Sendung am kommenden Samstag eingehen. Im Rennen sind noch die Prominenten Wayne Carpendale, Sandy Mölling und Wolke Hegenbarth mit ihrem jeweiligen Tanzpartner. Laut RTL schauten ihnen durchschnittlich 5,48 Millionen zu.

AP / AP
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