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"Promi Big Brother": Gekauftes Publikum für die Liveshows

Freiwillig scheint sich die Container-Insassen niemand anzusehen, für die Liveshow von "Promi Big Brother" werden Zuschauer mit Geld gelockt. Beim Fernsehpublikum kommt die TV-Show auch nicht an.

Um ausreichend Zuschauer für die Live-Sendung von "Promi Big Brother" zu haben, soll mit Geld gelockt werden. Das berichtet die Zeitung "Der Tagesspiegel". Demnach wurden E-Mails verschickt, in denen jedem Gast 30 Euro für eine Teilnahme offeriert werden. "Es ist in der Tat üblich, dass Restposten an Komparsen vergeben werden", teilte die für "Promi Big Brother" verantwortliche Produktionfirma Endemol stern.de mit. "Dabei handelt es sich allerdings um Einzelfälle."

Seit vergangenem Freitag läuft die Unterhaltungsshow - und das alles andere als rosig: Die Quoten sind miserabel und mit David Hasselhof hat der schillerndste Promi den Container bereits verlassen. Als Begründung gab Hasselhoff in einer Sat.1-Mitteilung die Erkrankung seines Vaters an. "Ich muss gehen", sagte der Amerikaner. "Als ich hierher kam, war mein Vater schon krank. Ich wusste nicht, wie lange ich bleiben kann. Ich habe jetzt gerade einen Anruf bekommen. Er stirbt nicht, aber er hat Lungenprobleme. Und der Einzige, den er hat, das bin ich." Tatsächlich soll es zwischen dem "I've Been Looking for Freedom"-Star und dem Sender Uneinigkeiten bezüglich der Gage gegeben haben, wie Medien berichteten.

"So lustig wie ein Eimer Schweinemett"

Während Jenny Elvers-Elbertzhagen und Co. beobachtet ihr Dasein fristen, hagelt es von den anderen Promi-Kollegen auch noch Spott und Hohn: So mokierte sich der Komiker Oliver Kalkhofe bei Facebook: "Das mit Anlauf und Turbobooster am schlimmsten gegen die Wand gefahrene Großprojekt aller Zeiten!", und zog tags drauf ein vernichtendes Fazit der ersten Sendung: "So lustig wie ein Eimer Schweinemett."

Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow hatte vergangene Woche verkündet, "Promi Big Brother" sei für seinen Sender genauso wichtig wie eine Fußball-WM. Noch gibt man sich zuversichtlich. "Die Show läuft noch bis 27. September", sagt eine Sprecherin. "Dann wird Bilanz gezogen."

steh/DPA / DPA