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Liveshow in Dallas Trump wird von eigenen Anhängern ausgebuht, weil er geboostert ist

Donald Trump mit verzerrtem Mund vor einem Mikrofon
Geimpft, geboostert, ausgebuht: Ex-US-Präsident Donald Trump (Archivbild)
© Lm Otero / AP / DPA
Auf einer Veranstaltung in Texas spricht der ehemalige US-Präsident Donald Trump über seine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus – und handelt sich damit die Missgunst einiger Anhänger ein.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat bei einer Liveshow in Dallas verkündet, dass er eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten hat – und dafür Buhrufe aus dem Publikum kassiert. Trump machte die Enthüllung am Sonntagabend während der letzten Station seiner sogenannten "History Tour", einer Live-Interviewshow mit dem ehemaligen Fox News-Moderator Bill O'Reilly.

Donald Trump protestiert gegen Buhrufe

"Sowohl der Präsident als auch ich sind geimpft", sagte O'Reilly im American Airlines Center, wie auf einem Video, dass von seinem Programm "No Spin News" online verbreitet wurde, zu sehen ist. Anschließend wollte der konservative Moderater von Trump wissen, ob dieser eine Auffrischungsimpfung bekommen habe.

"Sind Sie geboostert?", fragte er den Republikaner. "Ja", antwortete Trump, woraufhin aus dem Publikum vereinzelt lautstarke Reaktionen kamen. "Ich auch", sagte O'Reilly, und die Aufregung nahm zu.

"Oh, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht!", protestierte Trump gegen die Unmutsäußerungen und winkte dann ab: "Das ist okay, es ist eine sehr kleine Gruppe da drüben."

Zuvor hatte der Ex-Präsident mit O'Reilly über die Impfung gegen Covid-19 gesprochen. "Wenn man sie nicht bekommen will, sollte man nicht gezwungen werden, sie zu bekommen", sagte er. Gleichzeitig verteidigte er das Impfen. Damit seien zahlreiche Menschenleben gerettet worden.

Präsident Biden setzt auf Impflichten

Trump hatte im September gegenüber dem "Wall Street Journal" erklärt, er werde sich wahrscheinlich nicht boostern lassen. An anderer Stelle hatte er den Menschen im Land aber auch empfohlen, sich impfen zu lassen – allerdings immer betont, dass er dabei an die Freiheit des Einzelnen glaube. Der 75-Jährige war kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020 selbst an Covid-19 erkrankt. Er wurde damals in einem Militärkrankenhaus behandelt.

US-Präsident Joe Biden setzt mittlerweile auf weitgehende Impfpflichten. Der Demokrat ruft immer wieder offensiv zur Impfung auf und hat sich anders als Trump auch selbst vor laufenden Kameras ein Vakzin in den Oberarm spritzen lassen. Die Impfkampagne war in den Vereinigten Staaten gut gestartet – kommt mittlerweile aber nur noch schleppend voran. Bislang sind in den USA 61,5 Prozent der rund 330 Millionen Menschen zweifach geimpft. Knapp 30 Prozent von ihnen haben auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nach wie vor sind weitaus weniger Republikaner als Demokraten geimpft.

Quellen: "No Spin News"NBC, CNN, DPA

mad

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