Trump hat offenbar einen 15-Punkte-Friedensplan, trotzdem verlegt er 2000 Soldaten in den Nahen Osten. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Israel startet neue Angriffswelle gegen den Iran
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Dabei sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Morgen. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert.
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Thomas Krause
Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf von einer Liste potenzieller Angriffsziele genommen. „Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ausschalten“, sagt ein Vertreter der pakistanischen Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann.“ Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen. Bei den Angriffen des israelischen und des US-Militärs, die am 28. Februar begonnen haben, wurden etliche Mitglieder der iranischen Führung gezielt getötet. Unter den Getöteten sind Ajatollah Ali Chamenei, der jahrzehntelang geistliches und politisches Oberhaupt war, der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sowie etliche Führungspersönlichkeiten der Sicherheitskräfte.
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Thomas Krause
In Abu Dhabi sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden, als Trümmer einer abgefangenen Rakete auf eine Straße fielen. Drei weitere Personen seien verletzt und mehrere Fahrzeuge beschädigt worden, teilt das Medienbüro des Emirats am Persischen Golf mit. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar beschießt die Islamische Republik ihrerseits nach eigenen Angaben Ziele am Persischen Golf, die in Zusammenhang mit den USA stehen. In der Region hat das US-Militär etliche Stützpunkte.
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Thomas Krause
Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen sowie einen ähnlichen Anteil der maritimen Produktion und der Werften des Landes getroffen. In dem fast vierwöchigen Verlauf des Iran-Krieges hätten die US-Streitkräfte zudem mehr als 10.000 militärische Ziele getroffen, sagt der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft.
Die US-Armee habe außerdem 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine beschädigt oder zerstört, erklärte Cooper. Damit habe Teheran „nun die Fähigkeit verloren, in der Region und weltweit in nennenswertem Maße seine Macht auf See auszuüben und Einfluss zu nehmen“. Die US-Streitkräfte „liegen bei der Erreichung der ganz klar definierten Ziele im Zeitplan oder sind dem Zeitplan sogar voraus“, sagte Cooper.
Die US-Armee habe außerdem 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine beschädigt oder zerstört, erklärte Cooper. Damit habe Teheran „nun die Fähigkeit verloren, in der Region und weltweit in nennenswertem Maße seine Macht auf See auszuüben und Einfluss zu nehmen“. Die US-Streitkräfte „liegen bei der Erreichung der ganz klar definierten Ziele im Zeitplan oder sind dem Zeitplan sogar voraus“, sagte Cooper.
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Thomas Krause
Die Außenminister der G7-Staaten beraten in der Nähe von Paris über die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg. US-Außenminister Marco Rubio reist aus Washington an, es ist seine erste Auslandsreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird erwartet. Das Treffen findet in einem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay etwa 50 Kilometer westlich von Paris statt.
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Thomas Krause
Bundeswehr soll Straße von Hormus sichern – nach Waffenruhe
Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, sagte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra. Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“.
Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius. Und: „Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.“
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Thomas Krause
Der Internationale Währungsfonds (IWF) spielt einem Medienbericht zufolge Szenarien durch, welche Länder bei einem länger andauernden Iran-Krieg neue Finanzhilfen benötigen könnten. Dies meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der IWF habe seine Länderabteilungen gebeten, Analysen zu Leistungsbilanzen und möglichem Finanzierungsbedarf vorzulegen. Der Schwerpunkt liege dabei auf Staaten, für die bereits Hilfsprogramme laufen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Rune Weichert
Iran macht Insidern zufolge die Einbeziehung des Libanon zur Bedingung für ein mögliches Waffenruhe-Abkommen mit den USA und Israel. Teheran habe Vermittlern mitgeteilt, dass ein Ende des Krieges an einen Stopp der israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft sei, sagen sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärt der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Teheran prüfe derzeit noch einen US-Vorschlag zur Beendigung des regionalen Konflikts. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen liegen zunächst nicht vor.
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Rune Weichert
Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Aragtschi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sende Washington über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagt Aragtschi. Die oberste Führung in Teheran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge. Der Iran strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, erklärt der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Aragtschi ruft zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen.
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Rune Weichert
US-Präsident Donald Trump warnt den Iran mit Blick auf das US-Verhandlungsangebot davor, sich nicht wieder zu verkalkulieren und droht mit beispielloser Härte. Falls der Iran seine Niederlage nicht anerkenne, sei Trump bereit, den Iran "härter als jemals zuvor" zu treffen, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Journalisten.
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Thomas Krause
Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien fordern den Irak auf, umgehend Maßnahmen gegen Angriffe von seinem Staatsgebiet auf Nachbarländer zu ergreifen. Der Aufruf diene dem Erhalt der "brüderlichen Beziehungen" und solle eine weitere Eskalation vermeiden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs arabischen Staaten. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran bekennen sich vom Iran unterstützte irakische Milizen zu Angriffen auf mehrere US-Stützpunkte in der Region.
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Thomas Krause
UN-Flüchtlingskommissar Barham Salih ruft Geldgeber zu finanziellen Hilfen zur Abmilderung der humanitären Krise im Nahen Osten auf. Bislang seien weniger als zehn Prozent der benötigten 69 Millionen Dollar eingegangen, sagt Salih der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die Ausweitung des Konflikts sind im Iran rund 3,2 Millionen und im Libanon mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Zudem behindern Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate die weltweite Verteilung von Hilfsgütern über das dortige UN-Logistikzentrum.
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Thomas Krause
Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach US-Medienberichten über einen 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende im Iran erholt. Der Ölpreis als momentan wichtigster Gradmesser der Anlegersorgen reagierte für den Markt grundsätzlich positiv: Rohöl der Nordseesorte Brent lag nach einem frühen Rutsch im späten Handel aber wieder etwas über der Marke von 100 US-Dollar. Im Laufe des Krieges war er mit fast 120 Dollar auf ein Hoch seit 2022 geklettert.
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Thomas Krause
Iran pocht auf Kontrolle über Straße von Hormus
Der Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: «Es wird geschehen, was wir wollen.» Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die Passage untersagt, so der Sprecher. «Die Entscheidung über die Erteilung einer Transitgenehmigung liegt bei uns.»
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Thomas Krause
Der Chef der französischen Streitkräfte, Fabien Mandon, wird nach Angaben des Militärs in Kürze ein Treffen per Videokonferenz mit den Armeechefs jener Länder abhalten, die eine Rolle bei der Wiederherstellung der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus spielen wollen. Das Treffen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA in dieser Angelegenheit und werde den Rahmen einer defensiven Haltung haben, sagt der Sprecher des französischen Militärs. Frankreich hat wiederholt erklärt, dass es sich nicht an Einsätzen beteiligen werde, solange die Feindseligkeiten in der Region nicht abgeklungen seien.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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