Israel und die USA greifen den Iran an und töten den obersten Führer. Das Regime in Teheran schlägt zurück. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Anna Aridzanjan

Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet.
- Die Bundesregierung will Deutsche aus dem Nahen Osten per Charter ausfliegen.
- In Kuwait sind mehrere US-Militärjets abgestürzt. Die kuwaitische Luftabwehr hat sie laut US-Armee versehentlich abgeschossen.
- Donald Trump kündigt an, dass „die große Welle“ der Angriffe gegen den Iran noch bevorstehe. Zur voraussichtlichen Dauer des Krieges sagt er: Die USA würden es so lange durchziehen wie nötig. Zuvor hatte der US-Präsident von etwa vier bis fünf Wochen gesprochen.
- Am Dienstag wird Bundeskanzler Merz Donald Trump besuchen und auch über den Iran sprechen.
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Lennard Worobic
Das US-Außenministerium zieht angesichts des Iran-Krieges den Großteil seines Botschaftspersonals aus Bahrain, Jordanien und dem Irak ab. Das Ministerium habe aus Sicherheitsgründen seine Reisehinweise für die Länder aktualisiert und die „Ausreise von allen nicht für Notfälle zuständigen Mitarbeiter der US-Regierung sowie deren Familienangehörigen“ angeordnet, erklärt das Außenministerium in Washington im Onlinedienst X. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil „bis auf Weiteres“ geschlossen.
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Lennard Worobic
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Nachrichtenagentur DPA berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
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Lennard Worobic
Nach eigenen Angaben hat die israelische Armee am frühen Morgen zeitgleiche Luftangriffe auf Ziele in Beirut und Teheran geflogen. Die israelische Luftwaffe habe „gezielte Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah begonnen“, erklären die israelischen Streitkräfte unter Bezug auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon.
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Lennard Worobic
Israels Armee greift erneut im Libanon an
Die israelische Armee hat in der Nacht erneut im Libanon angegriffen. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilt. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär greift seitdem Ziele im Libanon an, unter anderem in den als Dahija bekannten Vororten von Beirut.
Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut. Bilal Hussein/AP/dpa
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Lennard Worobic
Netanjahu sagt zudem, der Krieg der USA und Israels gegen Iran wird kein „endloser Krieg“ werden. „Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern“, sagt Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Der Einsatz werde „eine schnelle und entschlossene Aktion“ sein.
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Lennard Worobic
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt. „Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten“, sei, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau „neuer Anlagen, unterirdischer Bunker“ begonnen habe, sagt Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und „Atombombenprogramm“ wäre sonst „innerhalb von Monaten“ unangreifbar gewesen, behauptet Netanjahu.
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel (Archivbild). Ohad Zwigenberg/AP/dpa
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Lennard Worobic
US-Präsident Donald Trump kündigt an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Matthias Urbach
Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist vermutlich von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein „begrenztes Feuer“ ausgebrochen, hieß es von saudischen Offiziellen. Dabei sei aber nur geringer Sachschaden entstanden. Auch an der US-Botschaft in Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen, Augenzeugen berichteten von aufsteigendem Rauch. Die Hintergründe blieben unklar.
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Lennard Worobic
Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagt US-Vizepräsident J.D. Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
US-Vizepräsident J.D. Vance (Archivbild). Kevin Lamarque/POOL REUTERS/dpa
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Matthias Urbach
Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour (Grüne) zeigt sich tief bewegt von den „vielen Ausrufen der Freude und der Erleichterung“, wenn er die Bilder und Reaktionen aus dem Iran und bei Exil-Iranern sieht. „Die Freude der Menschen zeigt, wie sehr sie sich nach Veränderung und Freiheit sehnen. Und wie groß ihre Hoffnung nach Jahrzehnten der Verzweiflung ist. Ich hoffe sehr, dass sie nicht wieder enttäuscht wird.“ Freuen über den Tod von Menschen könne er sich nicht, „auch nicht, wenn sie Barbaren waren“, sagt der gebürtige Iraner.
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Matthias Urbach
US-Botschaft in Riad angegriffen
Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist vermutlich von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein „begrenztes Feuer“ ausgebrochen, hieß es von saudischen Offiziellen. Dabei sei aber nur geringer Sachschaden entstanden. Auch an der US-Botschaft in Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen, Augenzeugen berichteten von aufsteigendem Rauch. Die Hintergründe blieben unklar.
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Matthias Urbach
Die USA rufen jetzt ihre Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf. Die Warnung gilt für Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und Gaza, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jemen. Die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman ist nach eigenen Angaben wegen einer Bedrohung geräumt worden.
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Matthias Urbach
Die israelische Armee hat den iranischen Staatsrundfunk im Norden Teherans angegriffen. Das israelische Militär erklärt dazu, den Sitz zerstört zu haben. Der Sender berichtete seinerseits im Onlinedienst Telegram von zwei Explosionen nahe seiner Zentrale in Teheran, erklärt jedoch, er halte seinen Sendebetrieb aufrecht. Der Angriff wurde offenbar mit Kampfjets ausgeführt. Insgesamt vier heftige Explosionen waren in der Gegend des Senders zu hören, berichten Journalisten.
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Matthias Urbach
Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den wirtschaftlichen Folgen der Eskalation im Nahen Osten für Deutschland. "Ein erneuter Energieschock würde eine Wirtschaft belasten, die sich noch immer von den vergangenen Preissprüngen erholt", sagte Grimm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Analysten hielten einen Ölpreis von über 100 Dollar für möglich, wenn die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleibe.
Durch diese Meerenge verlaufen rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Die Gaspreise seien zuletzt auf über 40 Euro gestiegen. Falls die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder aufgenommen werde, drohten weitere empfindliche Anstiege. Deutschland treffe dies in einer ohnehin fragilen Lage, erklärte die Ökonomin, die seit 2020 mit dem Sachverständigenrat Wirtschaft die Bundesregierung berät.
Durch diese Meerenge verlaufen rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Die Gaspreise seien zuletzt auf über 40 Euro gestiegen. Falls die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder aufgenommen werde, drohten weitere empfindliche Anstiege. Deutschland treffe dies in einer ohnehin fragilen Lage, erklärte die Ökonomin, die seit 2020 mit dem Sachverständigenrat Wirtschaft die Bundesregierung berät.
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Matthias Urbach
Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen worden. In Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. Inzwischen dürfe die Bevölkerung die Schutzräume jedoch wieder verlassen, nachdem zuvor die Luftabwehr im Einsatz war, teilt die Armee mit. Die Menschen sollen sich aber weiterhin in der Nähe der Schutzräume aufhalten. Der Iran ist trotz der massiven amerikanisch-israelischen Angriffe offenbar immer noch in der Lage, sich zu wehren.
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DPA · AFP · Reuters
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