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TV-Kritik

"Sing meinen Song": Schrecksekunde beim Tauschkonzert - Jan Plewka geht auf Michael Patrick Kelly los

Eine Rangelei gab es bislang noch nie bei "Sing meinen Song". Das war diesmal anders: Jan Plewka schritt beim Auftritt von Michael Patrick Kelly ein. Der Grund war eine Gitarre.

Das sind die diesjährigen Teilnehmer der siebten Staffel von "Sing meinen Song" 2020.

Wer einmal ein Rockkonzert besucht hat, weiß, welch gewaltige Energien dabei entstehen können. Ein Phänomen, das sich auch in der fünften Ausgabe von "Sing meinen Song" beobachten ließ. Da drehte sich alles um das Werk von Jan Plewka, den Sänger der Rockband Selig. 

Und in der ansonsten so friedlichen Sendung gab es erstmals einen kleinen Zwischenfall: Als Michael Patrick Kelly beim letzten Auftritt des Abends "Feuer und Wasser" performte, stürmte Jan Plewka plötzlich auf die Bühne und umklammerte den Musiker. Kelly war gerade dabei, seine Gitarre zu zerstören, was Plewka offenbar nicht gefiel, er versuchte im Verlauf der kleinen Rangelei erfolglos, ihn davon abzuhalten.

Für einen kurzen Moment sah es aus, als würde die Situation entgleiten. Das war den erschreckten Reaktionen der übrigen Künstler anzusehen, die mit einem derartigen Ausbruch nicht gerechnet hatten.

"Sing meinen Song"

Michael Patrick Kelly und Jan Plewka bei "Sing meinen Song"

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Jan Plewka zeigte sich schließlich versöhnt

Als der Song vorbei war, klärten die beiden "Streithähne" ihren Disput. Kelly wies darauf hin, er habe damit die Aussage des Songs verdeutlichen wollen, der sich mit der Zerstörung des Planeten beschäftigt: "Das ist ja das, was wir miteinander und mit dem Planeten tun." - "Das sollen wir nicht machen. Genau das nicht", entgegnete Plewka, und ließ sich auch nicht dadurch besänftigen, dass es sich um eine billige Gitarre gehandelt habe.

Es war letztlich ein Vorschlag Michael Patrick Kellys, der den Sänger wieder versöhnte: "Wir machen mit der kaputten Gitarre ein Kunstwerk und versteigern das."

So wäre ein insgesamt friedvoller Abend beinahe im Eklat geendet. Ein Abend der "puren Daseinsfreude", wie Plewka sagte, und der seine Band nach einem Zustand des Glücks benannt hat: "Selig ist das positivste Wort in der deutschen Sprache", sagte er.

Entsprechend viel Freude kam bei den verschiedenen Versionen auf, die am Abend geboten wurden. Ilse DeLange bewies mit ihrer Interpretation von "Ist es wichtig", dass sie auch den Blues beherrscht, Lea sang die Ballade "Ohne Dich" mit viel Gefühl und Max Giesinger brachte die Anwesenden mit seiner Version von "Alles auf einmal" zum Tanzen.

"Wie wenn ein Paar noch mal heiratet"

Emotional wurde es, als Jan Plewka an der Reihe war und einen neuen Song von Selig vorstellte. Zu diesem Anlass war Gitarrist Christian Neander extra nach Südafrika eingeflogen worden. Zuvor hatte Plewka berichtet, dass beide zehn Jahre lang keinen Kontakt mehr gehabt hätten. "Wenn ich Christian zufällig in Berlin auf der Straße gesehen habe, hab ich mich im Hauseingang versteckt", schilderte er.

Als Neander nun plötzlich bei "Sing meinen Song" auftauchte, fielen sich beide Männer in die Arme. "Das ist Liebe", kommentierte Motrip die Begrüßung. Und Michael Patrick Kelly kommentierte den Auftritt hinterher mit: "Wie wenn ein Paar durch die Scheidung geht und nochmal heiratet."

Max Giesinger gibt ein kurzes Spontankonzert in der Hamburger Innenstadt

Der Preis für die beste Performance des Abends ging an MoTrip, der eine in dem Song "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" aufgeworfene Frage für sich eindeutig beantwortete: "Und es gibt mehr als dieses Leben."

So klang der Abend trotz der kleinen Rangelei harmonisch und optimistisch aus. Jan Plewka machte seinen Musikern das wohl größte Kompliment: "Ihr seid alle Selig."

"Sing meinen Song" läuft immer dienstags um 20.15 Uhr auf Vox. Die Folgen gibt es auch zum Streamen bei TV Now