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Eklat in RTL-Show "Sommerhaus der Stars" oder: Wenn nur noch Kopfschmerztabletten helfen

"Sommerhaus der Stars" Lisha
"Sommerhaus der Stars": Immer wieder beleidigt Lisha unter der Gürtellinie
© TV Now
Im "Sommerhaus der Stars" geht's mal wieder rund. Die Sprache landet weit unter der Gürtellinie, die Sympathien sind kaum noch auffindbar und den Zuschauern hilft nur eines: Medizin.

Es wäre hilfreich gewesen, hätte RTL einen Warnhinweis vor der aktuellen Folge des "Sommerhaus der Stars" abgespielt: "Diese Sendung überstehen Sie nur mit einer großen Dosis Kopfschmerztabletten." Als versierter Trash-TV-Zuschauer hat man schon einiges gesehen: Wie Desirée Nick noch im Frühjahr auf Claudia Obert losging, wie Elena Miras ihren damaligen Freund Mike Heiter zur Sau machte oder aber wie Michael Wendler - damals noch ohne Aluhut - seiner Freundin Laura Müller am Allerwertesten grabbelte. 

"Sommerhaus der Stars": Lisha taktiert gegen Eva

Doch was das "Sommerhaus der Stars" in diesem Herbst zu bieten hat, ist für jeden anständigen Menschen wirklich nur schwer zu ertragen und man kann nur hoffen, dass es für die beteiligten Kandidaten - besonders für die Berliner Pöbelbraut Lisha - Konsequenzen hat. Aber von vorne. 

Noch immer heißt das große Feindbild in Bocholt Eva, dabei hat man mittlerweile fast vergessen, wieso überhaupt. Und Lisha, die den Anti-Eva-Feldzug mitsamt ihren hörigen Mitläufern nun anführt, versucht sich weiterhin an mäßig funktionierenden Strategien. Im zweiten Spiel der Woche hat sie allerdings Glück. Gemeinsam mit Caro Robens und Michaela Scherer beschließt sie, alle mutmaßlich schweren Fragen an Eva abzugeben, während die Männer an Seilen über einem Schlamm-Bad hängen und darauf hoffen müssen, dass ihre Freundinnen möglichst viele Fragen richtig beantworten. Sonst fallen sie ins dreckige Nass.

Taktisch gewieft signalisieren sich Caro, Lisha und Michaela, wenn sie auf die Fragen die Antwort wissen und wenn nicht. In dem Fall wird die Frage an Eva weitergegeben. Ihr Plan geht auf: Evas Freund Chris fällt als erster, die beiden haben verloren. Lisha und ihr Freund Lou können sich hingegen am Ende retten. Und das, obwohl die Berlinerin nicht wusste, dass die Spree - und nicht der Rhein - durch ihre Heimatstadt fließt. 

Diese Staffel hat nur einen Sieger verdient

Eva, die geahnt hat, dass mit ihr ein böses Spiel gespielt wurde, ist nach Ende des Kampfes bedient. Und dabei macht die Düsseldorferin einen fatalen Fehler: Sie lässt sich gehen, weint, zeigt Schwäche, ist beleidigt. Ein gefundenes Fressen für ihre Feinde. Das weiß natürlich auch Chris, der versucht, sie zu beruhigen. 

Stand jetzt in dieser absurd-grauenhaften Staffel der Reality-Show gibt es nur einen würdigen Gewinner: Chris und dessen Nerven aus Stahl. Wie der Fitness-Fan alles an sich abprallen lässt, was über ihn selbst und seine Freundin gesagt wird, jede noch so herabwürdigende Beleidung, ist tatsächlich bewundernswert. Aber im Sommerhaus werden keine Sternchen verteilt für Nerven aus Drahtseilen. Leider. 

Beleidigungen unter der Gürtellinie

Am Abend fließt dann der Prosecco und angetrieben vom Gesöff kommt es zum Showdown. Weil Eva den Prosecco angeblich nicht mit dem Rest der Truppe teilen wollte, wird sie von Lishas Freund Lou als "asozial" bezeichnet. "Lou hat gesagt, ich sei asozial", erzählt die wiederum Chris, woraufhin Lisha im Hintergrund zum HB-Männchen wird. "Das hat er aus Spaß gesagt", brüllt sie in die Richtung ihrer Feinde. Die Zügel der Retourkutsche schwingend schreien Diana und Michael, Lisha sei asozial. 

So geht es hin und her. Besonders aus Lishas Richtung kommen dabei Beleidigungen, die so weit unter die Gürtellinie gehen, dass man sich fast bei der bis dahin zertifizierten Pöbelqueen Elena Miras entschuldigen möchte. Eva sei "ein Miststück", ein "Dreckstück", eine "kleine hässliche Ratte" - nur drei Beispiele, die Schlimmen lassen wir an dieser Stelle lieber weg. 

Asoziale Menschen tun Asoziales

Etwas perplex sind auch Andreas und Caro Robens. Der Bodybuilder hat mittlerweile genug gehört aus Richtung Berlin. "Das ist mir zu einseitig, das gehört sich nicht, das mach ich nicht mit", sagt er zu seiner Frau, die bislang Lisha auf Schritt und Tritt gefolgt war. 

Als Zuschauer kann man diese Folge nur mit einer Erkenntnis zusammenfassen: Asoziale Menschen tun Asoziales - und jetzt bitte her mit den Kopfschmerztabletten. 


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