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"The Voice of Germany"-Juror So schräg versuchte Andreas Bourani sein Casting-Glück


Andreas Bourani ist der Neuzugang in der Jury von "The Voice of Germany". Was viele nicht wissen: Bourani selbst hat seine Karriere mit einer Castingshow gestartet. Und das wesentlich uncooler als heute.

Die Haare stehen wild gegelt in alle Himmelsrichtungen, das Hemd ist knallbunt gemustert, die Miene verzerrt vor Anstrengung: Das ist nicht der lässig-coole Andreas Bourani, wie wir ihn seit seinem WM-Hit "Ein Hoch auf uns" kennen. Das ist ein sehr junger Bourani, der gerade seine ersten Schritte im Musikgeschäft versucht. 2003 nahm der Sänger beim Schlagerwettbewerb "Die deutsche Stimme" im ZDF teil - ausgerechnet mit einem Song von Nino de Angelo.

Ein Youtube-Video zeigt, wie Bourani - damals süße 20 - mit zittriger Stimme und typisch übertrieben-gefühlvollen Gesten den Schlager "Jenseits von Eden" schmachtete.

Im Vergleich zu heute war das ein optisch, stimmlich und musikalisch ganz anderer Auftritt. Bourani trat unter dem Namen Andreas Stiegelmair an und sang auch noch den Song "Weinst du" von Echt. Gewonnen hat "Die deutsche Stimme 2003" dann aber ein anderer: Eddie Leon Schruff - heute völlig unbekannt. Andreas Bourani schaffte es zumindest auf die dazugehörige CD zur Show. Sein Foto prangt auf dem Album "Die Lieder der Sieger", er ist mit dem Titel "König für eine Nacht" vertreten.

Jury mit Oli P. und Ralph Siegel

In der Jury saßen damals unter anderem Oli P. und Ralph Siegel, moderiert wurde das Ganze von Andrea Kiewel und Kai Böcking. Mittlerweile darf Bourani selbst über das Talent junger Musiker entscheiden. Am Donnerstag hatte er seinen ersten Auftritt als neuer Juror bei "The Voice of Germany" an der Seite von Rea Garvey, Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier und Stefanie Kloß von Silbermond. Der 31-Jährige suchte sich selbstbewusst die ersten Kandidaten für sein Team zusammen. Und er fühlte mit den Sängern mit, kam häufig zu ihnen auf die Bühne, drückte sie. Vielleicht auch, weil er eben ganz genau weiß, wie es sich anfühlt, dort oben zu stehen und vom Oli P. der Stunde bewertet zu werden.


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