HOME

Offizielles EM-Video: Einmal mitklatschen, bitte: Hier spielt die Mannschaft mit Grönemeyer

"Jeder für Jeden" heißt der offizielle EM-Song der deutschen Mannschaft, das Video dazu ist frisch erschienen. Herbert Grönemeyer und Felix Jaehn haben sich dafür zusammengetan - und auch die Spieler um Hilfe gebeten.

Die Mannschaft, Herbert Grönemeyer

Spieler der Nationalmannschaft im Tonstudio mit Herbert Grönemeyer - nicht alle durften zur EM fahren. Marco Reuss (3. von rechts) muss wegen einer Verletzung zuhause bleiben.

Jedes Fußballturnier braucht seinen eigenen Song: Als die deutsche Nationalmannschaft 2014 Weltmeister wurde, war es "Auf uns" von Andreas Bourani zu dem sich alle in den Armen lagen. Bei der Europameisterschaft dieses Jahr könnte es "Jeder für Jeden" sein - zumindest ist der Song von Herbert Grönemeyer und Felix Jaehn der offizielle EM-Titel von ARD und DFB. Im Video dazu tauchen auch Spieler der deutschen Nationalmannschaft auf.

So sind zum Beispiel Mario Götze und Manuel Neuer mit Grönemeyer im Tonstudio zu sehen, wie sie lässig den Beat mitklatschen. Dazwischen Aufnahmen von Aufwärmübungen - die Sportler vor dem Spiel, die Musiker vor dem Konzert. Dazu singt Grönemeyer:  "Das ist das Beben/Einer für alle/Und alle eins mit Dir /Jeder für jeden/Das Versprechen/Gemeinsam passiert's"

Jaehn hatte eine WhatsApp-Gruppe mit den deutschen Spielern

Entstanden ist "Jeder für Jeden" durch die Freundschaft zwischen Felix Jaehn und dem Nationalspieler Jérôme Boateng. Auf der Website des DFBs ist nachzulesen, wie die beiden über Druck und Herausforderungen sprachen, viele Gemeinsamkeiten entdeckten und schließlich eine WhatsApp-Gruppe ins Leben riefen. Jaehn schickte den Spielern, darunter auch Mario Götze, Bastian Schweinsteiger oder Manuel Neuer, Ideen und Musikfetzen, baute mit dem Feedback der Mannschaft einen Track. Und rief dann Grönemeyer an.

Die Kombination Grönmeyer/Jaehn ist auf den ersten Blick ungewöhnlich: Der 60-jährige Balladenkönig und der 21-jährige Elektronik-DJ überschneiden sich musikalisch kaum. Das Duo steht für eine Kooperation der Generationen. Jaehn hatte im vergangenen Jahr als erster Deutscher seit über 25 Jahren einen Nummer-1-Hit in den USA, Grönemeyer ist seit Jahrzehnten konstant erfolgreich. Und geübt, was Fußball-Songs angeht: 2006 lieferte er mit "Zeit das sich was dreht" bereits die offizielle Hymne für die WM in Deutschland. Damals lief ihm allerdings Xavier Naidoo den Rang ab: Sein Song "Dieser Weg" hörte die Mannschaft vor jedem Spiel in der Kabine - und wurde so zum inoffiziellen WM-Hit. Ob sich Grönemeyers und Jaehns Kalkulation gelohnt hat, bleibt also abzuwarten.

sst