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EM 2016: Zu früh gefreut: Siegesbus von Frankreich sorgt für Spott im Netz

Eigentlich war schon alles vorbereitet, doch dann versauten die Portugiesen Frankreich die Party. Dumm nur: Der dafür vorgesehene Bus war am Morgen des Finales bereits auf der Straße unterwegs - und verkündete den Sieg des Gastgebers.

Etwas voreilig: Der französische Siegesbus war schon vor dem Finale auf den Straßen unterwegs.a

Etwas voreilig: Der französische Siegesbus war schon vor dem Finale unterwegs

Klar, so eine Siegesfeier will vorbereitet sein, und da ist es kein Wunder, dass die Accessoires rechtzeitig bestellt werden. Dennoch war es vielleicht etwas unvorsichtig von den französischen Organisatoren, den dafür vorgesehenen Bus Stunden vor dem EM-Finale schon über die Straßen rollen zu lassen. Seit Sonntagmittag geistern die Bilder des Siegesbusses durchs Netz und sorgen nach Frankreichs Final-Niederlage für reichlich Häme. Das Problem: Der Bus verkündete in großen Schriftzügen schon den Gewinn der Europameisterschaft durch die Franzosen. Was bekanntlich etwas voreilig war.

Auf der Straße gefilmt

"Champions d'Europe 2016" - "Europameister 2016" - steht in großen Buchstaben auf dem Fahrzeug und hinten ebenso groß "Merci". Twitter-Nutzer Hugo Legrand hatte den Bus auf einer Straße nahe der Stadt Rennes überholt, gefilmt und die Szene dann hochgeladen. "Ich glaube, ich bin durch die Zukunft gefahren", schrieb er dazu. Der französischen Zeitung "20 minutes" sagte er vor dem Finale noch: "Ich hoffe, dass das kein schlechtes Omen ist."



Die Franzosen waren als Favoriten ins Finale gegangen. Sie hatten in der regulären Spielzeit zahlreiche Chancen, in Führung zu gehen, aber keine verwandelt; zuletzt scheiterte der eingewechselte André-Pierre Gignac in der Nachspielzeit am Pfosten. Mit 0:0 ging es in die Verlängerung, in der dann die Portugiesen überzeugten. Stürmer Eder gelang schließlich mit einem Fernschuss-Treffer in der 109. Minute das Siegtor.

"Das war die bestmögliche Antwort an alle, die nicht an uns geglaubt haben", sagte Bayern-Neuzugang Renato Sanches nach dem Spiel. Zuvor hatte es viel Kritik an den Portugiesen gegeben. Sie hatten sich durch die vermeintlich leichtere Hälfte der K.o.-Runde ins Finale gespielt, in der Gruppenphase lediglich dreimal Remis gespielt und ihre Gegner im Achtel- und Viertelfinale erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen bezwungen.

car
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