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Neue Staffel der Castingshow: Diese Änderung soll "The Voice of Germany" noch spannender machen

Ab diesem Donnerstag kämpfen in "The Voice of Germany" wieder rund 150 Gesangstalente um den Sieg in Deutschlands wohl beliebtester Castingshow. Die soll durch einige Änderungen noch spannender werden - und nebenbei dem "Tatort" den Kampf ansagen.

The Voice of Germany 2016: Die Jury-Mitglieder der diesjährigen Staffel sitzen auf ihren Stühlen

Die "The Voice of Germany"-Jury um Andreas Bourani, Michi Beck, Smudo, Neuzugang Yvonne Catterfeld und Rückkehrer Samu Haber (v.l.n.r.)

Fans von Deutschlands wohl beliebtester Musik-Castingshow dürfen sich freuen: Ab diesem Donnerstag (20. Oktober) kommt die inzwischen bereits sechste Staffel von "The Voice of Germany" zurück auf den Bildschirm. Wird die Sendung donnerstags immer auf ProSieben (20.15 Uhr) ausgestrahlt, wagen sich die Sat.1-Verantwortlichen mit ihrer Sonntagsausgabe auf umkämpftes Terrain: So soll "The Voice of Germany" dann in direkter Konkurrenz zum ARD-Quotenflaggschiff "Tatort" laufen.

"Ich finde es erfrischend. Dann gibt es mal ein Alternativprogramm und es wird sich zeigen, ob Zuschauer abwandern. Aber der "Tatort" ist natürlich ein legendäres Format", sagt Musiker Andreas Bourani zu der mutigen Programmierung. Er sitzt mit Neuzugang Yvonne Catterfeld, Rückkehrer Samu Haber und den Titelverteidigern Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier in den roten Coaching-Stühlen. Rund 150 Talente haben sich für die mittlerweile sechste Staffel des Erfolgsformats beworben. In die Liveshows schaffen es am Ende nur noch zwölf.

"Hot Seats" als spektakulärste Neuerung

Die Verantwortlichen setzen auch in diesem Jahr wieder auf einige Änderungen, die die Show spannender und dramatischer machen sollen. Die spektakulärste Neuerung sind dabei die sogenannten "Hot Seats", die kurz vor den Liveshows zum Einsatz kommen.

Jeder Coach hat dann noch zwölf Kandidaten in seinem Team, aus denen er nur drei in die finalen Sendungen mitnehmen kann. Nach jedem Gesangsauftritt entscheidet er, ob der- oder diejenige auf einem der drei Stühle Platz nehmen darf. Ein anderer muss dann dafür seinen Platz räumen. Wer ganz am Ende noch auf den "Hot Seats" sitzt, hat das Ticket für die Liveshows gelöst.

"Du sitzt auf einer Art Thron über dem Publikum, bist quasi schon in den Liveshows und dann kommt jemand, den deine Coaches noch einen Tick besser finden. Und du musst diesen Stuhl wieder verlassen. Das ist schon richtig krass", findet Beck. Seine Kollegin Catterfeld hatte deshalb nach eigenen Angaben schon schlaflose Nächte.

Jamie-Lee Kriewitz gewinnt 2015 bei The Voice of Germany


Smudo und Michi Beck wollen den dritten Sieg

Am Ende zählt aber nicht der Schlaf, sondern die Show. Und dafür sorgen auch die Coaches selbst. Ihre zum Teil pointierten Dialoge und Aktionen - mal mehr, mal weniger ernsthaft - tragen wesentlich zur Unterhaltung bei. Da spricht der Schwabe Smudo finnisch, oder der Finne Haber rezitiert ein Gedicht. Vor allem die gespielte Hassliebe zwischen dem Augsburger Schmuse-Popper Bourani und den Stuttgarter Rappern der Fantastischen Vier unterhält.

Die beiden Hip-Hop-Veteranen konnten bereits die vergangenen beiden Staffeln der Show für sich entscheiden - zuletzt mit der späteren ESC-Teilnehmerin und Jamie-Lee Kriewitz, die beim Eurovision Song Contest dann Letzte wurde. Das Rezept der erfahrenden Musik- und Medienprofis ist laut Smudo vielschichtig. Sie achten auf Vielfalt im Team ("Drei Soulmädchen im Finale machen keinen Sinn"), das Entwicklungspotenzial der Kandidaten und bringen die Talente der anderen Coaches schon mal in Misskredit.

"Das läuft nicht wie im amerikanischen Wahlkampf, sondern ganz subtil. Indem wir auf die Schwächen der anderen hinweisen und nicht auf die Stärken", verrät der 48-Jährige seinen ausgeklügelten Plan. "Wenn alle Parameter stimmen, dann können wir wieder gewinnen."

Besteht "The Voice of Germany" gegen den "Tatort"?

Die selbstbewussten Schwaben sind gespannt, ob sie das Triple in diesem Jahr holen können, aber auch wie sich die Musikshow gegen die "Tatort"-Konkurrenz schlägt. Smudo findet die Programmierung zwar "interessant", will sie aber nicht überbewerten.

Schließlich habe die Krimireihe im Gegensatz zu "The Voice" den Sendeplatz bereits seit Jahrzehnten inne. "Von daher vergleicht man da Äpfel mit Birnen. Der "Tatort" ist einfach der Bundestrainer im deutschen Fernsehen." Aber auch die werden ja von Zeit zu Zeit mal abgelöst.

mod / DPA