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ARD-Fernsehlotterie Monica Lierhaus behält ihren "Platz an der Sonne"


Vor einem Jahr übernahm Monica Lierhaus die Botschafterrolle der ARD-Fernsehlotterie von Frank Elstner. Die Einrichtung will auch in Zukunft an der Moderatorin festhalten - und hat ihr mittlerweile ein eigenes Büro eingerichtet.

Es ist jetzt ein Jahr her, da wagte Monica Lierhaus bei der "Goldenen Kamera" ihr TV-Comeback und trat, gezeichnet von ihrer Hirn-Operation, vor die Kameras. Kurze Zeit später übernahm sie bei der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" die Nachfolge von Frank Elstner. Doch es gab damals viel Kritik an der Personalie Lierhaus. Die kolportierte Summe von 450.000 Euro Gage pro Jahr, welche von der Lotterie nie dementiert wurde, sorgte anfangs für große Aufregung. Kunden kündigten vermehrt ihre Lose, ARD-Intendanten reagierten pikiert, da sie über die Medien von der Höhe des Lierhaus-Salärs erfahren mussten, das die eigenständige Fernsehlotterie ausgehandelt hatte.

Mittlerweile habe sich die Aufregung gelegt, sagt jetzt ein Sprecher der Fernsehlotterie. Bei der Einrichtung will man weiterhin an der prominenten Moderatorin festhalten, die seit der Operation körperlich behindert ist. Geschäftsführer Christian Kipper hatte vor einem Jahr angekündigt, die Zusammenarbeit nach zwölf Monaten zu überprüfen. Wie der Sprecher der Fernsehlotterie nun gegenüber stern.de bestätigt, habe sich die Arbeit mit der 41-jährigen Botschafterin, die mit "viel Herz und Spaß" ihrem Job nachgehe, bewährt. Von einer Vertragsverlängerung sei allerdings nicht die Rede: Die weitere Zusammenarbeit soll nach wie vor und "unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes der Moderatorin vierteljährlich besprochen werden".

Gesundheitlich eine "unfassbare Entwicklung"

Laut Lotterie-Sprecher hat Monica Lierhaus vor einiger Zeit ein eigenes Büro direkt am Sitz des gemeinnützigen Hamburger Unternehmens bezogen. Diesen Raum nutze die Botschafterin für die Beantwortung ihrer Fanpost und die Organisation ihrer Auftritte. Lierhaus sei regelmäßig anwesend, feste Arbeitszeiten gebe es nicht. Einmal im Monat finden vor Ort Besprechungen statt. Pro Jahr dreht die ARD-Moderatorin rund 50 TV-Spots für die Fernsehlotterie, in denen sie die Wochengewinner präsentiert. Auch bei Charity-Veranstaltungen wirbt sie für die soziale Lotterie.

Der Zustand der ehemaligen "Sportschau"-Moderatorin soll sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich verbessert haben. Der Sprecher der Lotterie berichtet von einer "erstaunlichen, unfassbaren Entwicklung".

Monica Lierhaus hatte sich im Januar 2009 einer Operation an einem Hirn-Aneurysma unterzogen, bei der es zu Komplikationen kam. Sie wurde in ein künstliches Koma versetzt, das vier Monate dauerte. Vor einem Jahr wagte die ARD-Frau ihr Fernsehcomeback live bei der "Goldenen Kamera" in Berlin. Ihrem langjährigen Lebensgefährten Rolf Hellgardt machte sie damals vor laufenden Kameras einen Heiratsantrag. Nach wie vor ist Lierhaus beim Sprechen und in ihrer Bewegung stark beeinträchtigt und unterzieht sich unterschiedlichen Reha-Maßnahmen.

kmi

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