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"Bares für Rares" "Nicht selten im zweistelligen Millionenbereich" – Opas Erbstück macht diesen Elektriker glücklich

"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel zeigt Moderator Horst Lichter das Uhrwerk der Taschenuhr von Markus Krutzke.
"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel zeigt Moderator Horst Lichter das Uhrwerk der Taschenuhr von Markus Krutzke.
© ZDF
Diese Uhr sorgt bei der Expertin für Begeisterung: Eine alte Patek Philippe Taschenuhr steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Der Wert des Erbstücks überrascht den Verkäufer.

"Die ist viel zu schade zum Rumliegen." Markus Krutzke kommt mit einem alten Erbstück zu "Bares für Rares". Er möchte die alte Taschenuhr von seinem Opa in der Trödelshow verkaufen. "Ich kann nichts damit anfangen und habe auch keine Bindung dazu", sagt der Kölner über die Uhr, die jahrelang in einer Schublade lag. Was er nicht ahnt: Das Stück entpuppt sich als kleiner Schatz.

"Es handelt sich um eine Patek Philippe - also sozusagen aus dem Uhrmacherhimmel", sagt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel begeistert. Uhren des Schweizer Herstellers würden auf Auktionen "nicht selten im zweistelligen Millionenbereich" liegen, verrät die Kunsthistorikerin. "Da müssen unsere Händler vermutlich nochmal Geld holen gehen", scherzt Moderator Horst Lichter. Doch die Uhr aus Opas Schublade ist nicht ganz so viel wert.

"Hier haben wir eine Uhr mit hervorragendem Ziffernblatt in Topzustand", sagt Rezepa-Zabel. Die Dreideckel-Golduhr sei in 750er Gold gefasst und verfüge über ein Uhrwerk mit den typischen Patek-Philippe-Qualitätsmaßnahmen. "Anhand der Werknummer kann ich sehen, dass sie aus dem Jahr 1907/1908 ist. Ein sehr schönes Stück", schwärmt die Expertin.

"Bares für Rares"-Verkäufer bleibt bescheiden

Die Preisvorstellung von Verkäufer Krutzke klingt bescheiden: "Ich hätte gerne 3000 Euro dafür", sagt er. Die Expertin rechnet vor: "Allein der Goldwert liegt bei 2500 Euro." Da es sich um eine Patek Philippe handele, veranschlage sie den Schätzpreis deutlich höher. "5500 bis 6000 Euro sollten drin sein." Das Doppelte von dem, was sich der Elektriker gewünscht hatte.

Auch im Händlerraum findet die Uhr schnell Fans. "Patek ist das Beste, was man hier anbieten kann", sagt Fabian Kahl. Er startet mit einem Gebot von 3000 Euro. Es kommt zu einem Bietergefecht zwischen ihm und Julian Schmitz-Avila. In Hunderter-Schritten schießt der Preis nach oben. Erst bei 3900 steigt Schmitz-Avila aus. Krutzke ist einverstanden – auch wenn vermutlich noch mehr drin gewesen wäre.

Doch Krutzke ist zufrieden. "So viel Geld in der Hand zu haben, fühlt sich gut an", sagt er. Von dem Erlös wollen er und seine Familie Urlaub machen.

mai

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