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"Bares für Rares" Expertin ratlos: Wendela Horz scheitert an 5000-Euro-Rubin

Bares für Rares Expertin steht im Studio an einem Tresen und lacht in die Kamera
Wendela Horz ist seit 2017 Expertin bei "Bares für Rares" und bewertet abwechselnd mit ihrer Kollegin Heide Rezepa-Zabel vor allem Schmuck.
© ZDF
Echt oder Synthese? Bei "Bares für Rares" steht ein ungewöhnliches Stück zum Verkauf: Die Hutnadel ziert ein riesiger Rubin. Sollte er echt sein, wäre er 5000 Euro wert. Doch die Expertin zweifelt.

"Oh Gott im Himmel, das ist ja ein mächtiger Klotz." Horst Lichter ist begeistert, als er das Objekt von Claus Dehn sieht. Der KFZ-Meister aus Kempten kommt mit einer indischen Turbannadel zu "Bares für Rares", in die ein riesiger Rubin eingearbeitet ist. Er habe das Schmuckstück von seinem Vater geerbt. "Der war Zeit seines Lebens davon überzeugt, dass der Rubin echt ist", sagt Dehn in der ZDF-Trödelshow. Doch mehrere Juweliere waren sich da nicht so sicher. "Es wollte sich keiner festlegen", erklärt der Verkäufer. Was sagt die "Bares für Rares"-Expertin?

"Dieses Stück ist nicht in Indien entstanden, sondern in Österreich", klärt Wendela Horz auf. Anfang des 20. Jahrhunderts seien die Damen begeistert vom Orient gewesen, deshalb sei derartiger Schmuck wieder in Mode gekommen. Die Nadel ist aus 585er Gold gefertigt, der Fuchs als Punze zeige, dass sie in Österreich gestempelt wurde. Horz untersucht den Stein mit der Lupe. "Es gibt Hinweise darauf, dass es sich um eine Synthese handelt", sagt die Goldschmiedin. Doch sicher könne das nur eine Laboranalyse zeigen. "Das würde einen extremen Preisunterschied ausmachen."

"Bares für Rares"-Expertin: "Es wäre ein Toprubin"

1000 Euro hätte Besitzer Dehn gerne für seine Nadel. Doch Wendela Horz muss ihn enttäuschen. Da sie davon ausgehe, dass der Rubin nicht echt ist, liegt ihre Schätzung bei 500 Euro. "Was wäre denn, wenn es ein echter wäre?", will Horst Lichter wissen. "Dann wäre er auf gar keinen Fall unter 5000 Euro wert", sagt Horz – das Zehnfache. "Es wäre ein absoluter Toprubin." Trotz der Unsicherheit will Dehn den Verkauf wagen.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Im Händlerraum will David Suppes sofort mehr über den Stein wissen. "Unabhängig ob es ein synthetischer Stein ist oder nicht, bin ich interessiert", sagt er. Doch das Startgebot des Wiesbadeners fällt mit 200 Euro mau aus. Elisabeth Nüdling erhöht auf 400 Euro, doch Besitzer Dehn pokert: "Ich hätte gerne 600 Euro." Nüdling ist einverstanden, als Suppes auf 620 Euro erhöht. Doch das lässt sich die Schmuckhändlerin nicht gefallen und geht auf 650 Euro. Dehn ist einverstanden.

"Es ist richtig gut gelaufen", sagt der Verkäufer. Mit 150 Euro mehr als der Schätzpreis der Expertise und "guten Erinnerungen" fahre er nach Hause.

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Die Trödelshow "Bares für Rares" läuft von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF. Wiederholungen gibt es ab 9.45 Uhr und 18.30 Uhr auf ZDFNeo zu sehen.

mai

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