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"Bares für Rares" Paar rettet Gemälde vorm Müll – es erweist sich als wertvolles Kunstwerk

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel überrascht Horst Lichter und die Verkäufer Ann Christin Artel und Andreas Schmitz mit seiner Expertise.
© ZDF
Es war schon unterwegs zur Deponie: Ein Sperrmüllfund steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Das Gemälde erweist sich als echtes Kunstwerk – und erzielt einen unglaublichen Betrag.

"Wir haben keine großen Erwartungen", sagt Ann Christin Artel aus Essen. Gemeinsam mit ihrem Partner Andreas Schmitz kommt sie mit einem Sperrmüllfund zu "Bares für Rares". "Wir haben es am Straßenrand entdeckt, es sollte auf dem Müll landen", sagt Schmitz über das gerettete Gemälde. "Wir haben es geschenkt bekommen." In der Expertise erweist sich: Dieses Bild ist ein echtes Kunstwerk.

"Das Gemälde stammt vermutlich von Carl Kenzler", sagt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel. Allerdings würden die Lebensdaten des Landschaftsmalers, der 1947 starb, nicht mit dem Bild übereinstimmen. Das fotorealistisch gemalte Motiv einer Küste würde Kümmel eher in die 50er Jahre datieren. "Hier ist mehreres möglich. Entweder sind die Lebensdaten des Künstlers nicht korrekt oder es hat ein Schüler Kenzlers gemalt."

Es handle sich auf jeden Fall um ein sehr fein und detailreich gemaltes Ölgemälde, das keinerlei Beschädigungen aufweise. Lediglich eine Reinigung sei nötig. "Mir gefällt es sehr gut", sagt Moderator Horst Lichter, "lediglich der Rahmen stört mich ein bisschen". Dieser sei nachträglich angefertigt worden und nicht original.

"Bares für Rares"-Experte schätzt: Sperrmüllfund ist bis zu 1800 Euro wert

"Wir viel hättet ihr gerne dafür?", fragt Lichter die Verkäufer. Deren Wunschpreis liegt bei 1000 Euro. Experte Kümmel liegt in seiner Expertise weit höher. Er taxiert das Kunstwerk sogar auf 1500 bis 1800 Euro. Ganz schön viel wenn man bedenkt, dass es eigentlich auf dem Müll landen sollte.

Im Händlerraum entwickelt sich ein wahrer Bieterwettstreit um das Kunstwerk. Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila wollen das Bild unbedingt haben. Doch mit 100 Euro von Ludwig "Lucki" Hofmaier starten die Gebote zuerst niedrig. Bei 500 Euro von Julian Schmitz-Avila geht das Gefecht los. Er und Kahl überbieten sich in 20er und 50er Schritten. Bei 1350 Euro stöhnt Kahl: "Ich ärgere mich, wenn ich dich nicht überbiete." Erst bei 1550 Euro von Avila gibt sich Kahl geschlagen.

"Fahren Sie weiterhin so aufmerksam durch die Gegend", sagt Avila zu den glücklichen Verkäufern. Die freuen sich über die 1550 Euro. "Wir fahren zufrieden nach Hause."

mai

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