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"Bares für Rares": "Ich trau' mich kaum, es zu sagen" – dieses Kruzifix bringt den Experten in Verlegenheit

Es ist fast 130 Jahre alt und eine exzellente Juweliersarbeit: Ein altes Kirchenkruzifix macht "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter neugierig. Er wittert einen Schatz. Doch Experte Albert Maier muss ihn enttäuschen. Denn leider fehlt ein wichtiges Detail.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Ich wittere etwas Aufregendes." "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter ist fasziniert von dem Objekt, das Anke und Willi Hohmann in der Show verkaufen möchten. Tochter und Vater bringen ein altes Kruzifix mit, das sie aus einem Kirchenhaushalt geerbt haben. Näheres über die Herkunft des imposanten Kreuzes wissen sie nicht. Doch Experte Albert Maier kann helfen.

"Es handelt sich um ein Standkreuz aus dem Jahr 1892," sagt der Kunsthistoriker. Es sei für eine Glaubensgemeinschaft vom Kölner Juwelier Franz Wüsten gefertigt worden. "Das war ein bekannter Juwelier. Er war päpstlicher Lieferant und hat bei Fabergé in St. Petersburg gelernt", erklärt der "Bares für Rares"-Experte und konstatiert: "Eine wunderschöne Arbeit."

Trotzdem muss Maier sowohl Horst Lichter als auch die Verkäufer enttäuschen. "Das Kruzifix wäre wahnsinnig aufregend, wenn es aus Edelmetall gefertigt wäre", sagt er. Leider sei es aber lediglich aus Messing und dann vergoldet worden. Das Kruzifix sei aber eine Handarbeit und nicht maschinell gefertigt worden.

Bares für Rares

"Bares für Rares"-Experte Albert Maier ringt mit den Worten. Er muss erklären, was das Kruzifix tatsächlich wert ist.

ZDF

5000 Euro? Experte Maier ringt um Worte

Doch was ist das Kruzifix tatsächlich wert? "Wir hätten gerne eine fünf mit drei Nullen", sagt Verkäufer Hohmann – also 5000 Euro. Damit bringt er Experte Maier in Verlegenheit. "Ich trau mich kaum, es zu sagen, aber diesen Preis kann ich nicht unterschreiben." Er schätze das Kreuz lediglich auf 1800 bis 2000 Euro. Ein Schock für Tochter und Vater Hohmann. "Dafür ist es zu schön", sagt der Verkäufer. Er nimmt das Kruzifix lieber wieder mit nach Hause. Moderator Lichter kann die Entscheidung nachvollziehen. "Da bin ich ganz ehrlich. Das kann ich voll verstehen", sagt er.

Die Händler bekommen das Kruzifix nicht zu sehen. Anke und Willi Hohmann reisen ohne Geld wieder ab. Enttäuscht sind sie trotzdem nicht: "Wir hatten hier einen schönen Tag und wissen jetzt viel mehr über das Kreuz."

mai