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Horst-Lichter-Show: "Das ist beeindruckend" - "Bares für Rares"-Expertin schwärmt von Blumenkübel

"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel ist entzückt: Ausgerechnet ein Blumenkübel hat es ihr angetan. 700 Euro will der Verkäufer dafür haben - doch das Silbergefäß ist viel, viel mehr wert.

"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel erklärt Horst Lichter und Verkäufer Christian Büchting den Aufbau der Silberblumenschale

"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel erklärt Horst Lichter und Verkäufer Christian Büchting den Aufbau der Silberblumenschale

ZDF

"Es handelt sich um eine Jardinière", klärt "Bares für Rares"-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel auf. Was hochtrabend klingt, stammt aus dem Französischen und heißt auf Deutsch übersetzt schlicht Blumenkübel. Doch das Gefäß, das Verkäufer Christian Büchting am Montag in die Sendung von Horst Lichter bringt, hat einen edleren Namen verdient.

Der 81-Jährige will ein Erbstück seiner Großeltern verkaufen. "Die haben es vermutlich 1913 geschenkt bekommen, zu welchem Anlass weiß ich nicht“, sagt der Kaufmann aus Großkrotzenburg über die reich verzierte Silberschale. Über den Ursprung des Blumengefäßes weiß Büchting nicht viel, doch da kann Rezepa-Zabel helfen.

"Bares für Rares"-Expertin ist beeindruckt

"Wir haben hier ein Blumengefäß mit einem kupfernen Einsatz, der nicht rosten kann“, sagt die Expertin. Derartige Jardinièren seien im 18. Jahrhundert aufgekommen und dienten als Schmuck auf Tischen in adligen und wohlhabenden Häusern. Anhand der Stempelmarken entschlüsselt Rezepa-Zabel Material und Herkunft. "Es handelt sich um 800er Silber aus Deutschland, das bei der renommierten Fabrik Wilkens & Söhne 1905 in Bremen gefertigt wurde", klärt sie auf. In Auftrag gegeben worden sei es von den Gebrüdern Koch, die als Hofjuweliere viele Fürstenhäuser in Europa beliefert hätten, unter anderem auch die Hohenzollern.

Begeistert ist die „Bares für Rares“-Expertin vor allem von den reichen Verzierungen im Jugendstil. „Beeindruckend sind die beiden als Vollplastiken gearbeiteten unbekleideten Knaben, die hier die Aulos spielen, ein antikes Instrument aus Schilfrohren“, schwärmt Rezepa-Zabel. "Jetzt würde ich gerne einen Preiswunsch wissen", entfährt es Lichter bei so viel Lob für den silbernen Blumenkübel.

Silberwert liegt bei 700 Euro

"Ich hätte gerne 800 Euro dafür“, sagt Verkäufer Büchting bescheiden. Das Geld wolle er in eine Golfreise investieren. Doch die Schale ist in Wahrheit viel, viel mehr wert. "Die Schale wiegt 2117 Gramm, das ist stattlich, damit liegt allein der Materialwert bei 700 Euro“, sagt die Expertin. Doch da das Stück eine echte Rarität taxiert Rezepa-Zabel den Schätzpreis auf 2800 bis 3000 Euro. Verkäufer und Moderator Horst Lichter staunen über den hohen Preis. Doch was sind die Händler bereit zu zahlen?

Wolfgang Pauritsch ist sofort begeistert. "Das ist was ganz was Außergewöhnliches“, sagt der Händler und startet mit einem Gebot von 500 Euro. Julian Schmitz-Avila und Walter "Waldi“ Lehnertz steigen mit ein und der Preis schnellt innerhalb weniger Gebote auf 1200 Euro. „Da habe ich starke Gegner erwischt“, sagt Pauritsch. Schließlich bietet Schmitz-Avila 2000 Euro. "Jetzt wird’s interessant", sagt Verkäufer Büchting und fordert: "Ein bissl geht noch.“ Beide einigen sich schließlich auf 2100 Euro – 1300 Euro über Wunschpreis. "Ich fahre glücklich und zufrieden nach Hause“, sagt Büchting und Schmitz-Avila freut sich: "Die Schale ist wirklich klasse."

mai