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"Bares für Rares" Ganz schön gaga - Händler zahlen fast 3500 Euro zu viel

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter
Bares für Rares: Moderator Horst Lichter
© ZDF
Wenn zwei Händler sich streiten, freut sich der Verkäufer: "Bares für Rares" zeigt die besten Bietergefechte der Sendung. Fast immer zahlen die Händler zu viel.

"Raten Sie doch einfach mal mit, wie hoch die Gebote steigen werden", sagt Moderator Horst Lichter. "Die besten Bietergefechte" sind am Mittwochnachmittag das Motto bei "Bares für Rares". Die Trödelshow hat das Wort "Bietergefecht" erst geprägt. Es beschreibt den Kampf der Händler um Objekte – manchmal unabhängig vom tatsächlichen Wert der Ware. "Jetzt kriegst du's er recht nicht", ist ein viel gehörter Satz, wenn ein Bieter es seinen Kontrahenten zeigen möchte. Meist zum Glück für die Verkäufer.

Das sind die besten Bietergefechte bei "Bares für Rares":

Den Anfang macht ein Gold-Armband aus den 1940er Jahren. Den Goldwert schätzt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel auf 3350 Euro, den erzielbaren Preis sogar auf 4000 bis 5000 Euro. Im Händlerraum kommt es zum Bietergefecht von Susanne Steiger und Julian Schmitz-Avila. "Ach Susi", sagt der, als sie ihn immer wieder überbietet. "4500 Euro ist mein letztes Gebot", sagt er schließlich. Steiger bietet fünf Euro mehr – und gewinnt. Das Armband erzielt 4505 Euro. "Volltreffer für mich", sagt die Verkäuferin.

Ergebnis: 495 Euro unter maximalem Schätzpreis

Eine alte Geldkassette begeistert Experte Albert Maier. Das Stück aus dem 19. Jahrhundert im Stil der Renaissance schätzt er auf 400 bis 500 Euro. "Die ist gut", findet auch Händler Daniel Meyer. Er startet mit einem stolzen Gebot von 1000 Euro, doch auch Fabian Kahl und Ludwig Hofmaier halten mit. Kahl schockt mit 2000, doch Meyer erhöht um 100 – und erhält für 2100 Euro den Zuschlag. Ein voller Erfolg für die Verkäufer.

Ergebnis: 1600 Euro über Schätzpreis

Die Herkunft einer Glaskaraffe erklärt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. Das Stück stammt aus königlichem Haus – von Queen Victoria. Die Expertise beläuft sich auf 1400 bis 1600 Euro. Im Händlerraum steigt der Preis schnell auf 2000 Euro. Daniel Meyer und Elke Velten-Tönnies kämpfen um das royale Stück. Die Wuppertalerin gewinnt – und bekommt die Karaffe für 2300 Euro.

Ergebnis: 700 Euro über Schätzpreis

Wendela Horz nimmt ein Silberdöschen aus Russland unter die Lupe. Es handelt sich nicht um eine Produktion von Fabergé, trotzdem liegt ihre Expertise bei 1500 Euro. "Das sollten Sie in jedem Fall bekommen." Dieses Mal pokern Walter "Waldi" Lehnertz und Julian Schmitz-Avila um das Stück. "Waldi" lässt sich nicht beeindrucken und erhält für 1300 Euro den Zuschlag.

Ergebnis: 200 Euro unter Schätzpreis

Ein Gemälde von Julius Hamel aus dem 19. Jahrhundert schätzt Albert Maier auf 2000 bis 2500 Euro. Das Bild mit dem Originalrahmen löst Begeisterung bei den Händlern aus. 3000 Euro bietet Fabian Kahl, doch Daniel Meyer geht mit 3200 Euro höher. Doch Kahl bleibt hartnäckig – mit Erfolg. Für 3350 wechselt das Gemälde den Besitzer.

Ergebnis: 850 Euro über Schätzpreis

Dann wird es kurios: Ein Singvogelautomat von 1920 aus Silber steht zum Verkauf. Sven Deutschmanek schätzt die Rarität auf 1200 bis 1500 Euro. Wolfgang Pauritsch will das Stück unbedingt haben und überbietet sich sogar selbst. Am Ende setzt er sich gegen Elke Velten-Tönnies durch und bekommt das gute Stück für 2500 Euro.

Ergebnis: 1000 Euro über Schätzpreis

Verkäufern bei "Bares für Rares" kann nichts Besseres passieren, als ein Bietergefecht im Händlerraum. Fast 3500 Euro haben die Händler allein bei diesen Beispielen zu viel bezahlt. Oder wie es ein Verkäufer ausdrückt: "Da komme ich gerne nächste Woche wieder."

mai

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