VG-Wort Pixel

"Bares für Rares" Irre Preisvorstellung – Experte Albert Maier knöpft sich forschen Verkäufer vor

Experte Albert Maier, Moderator Horst Lichter und Verkäufer Thomas Franz stehen im Bares für Rares Studio in Pulheim
"Bares für Rares"-Experte Albert Maier gerät in Rage. Verkäufer Thomas Franz (r.) hat zu hohe Preisvorstellungen. Moderator Horst Lichter steht mittendrin.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" sorgt eine Porzellanfigur für Diskussionen. Experte Albert Maier versucht die hohen Preisforderungen des Verkäufers zu dämpfen - und gerät in Fahrt.

"Ganz komisch" findet Horst Lichter das Objekt: Thomas Franz aus Zorneding kommt mit einer Eulenspiegel-Figur zu "Bares für Rares". Viel weiß der Doktorand über das Familienerbstück nicht. "Wir konnten zwar den Hersteller ausmachen, aber würden gerne mehr erfahren", sagt Franz in der ZDF-Trödelshow. "Uns gefällt er nicht." Trotzdem hat er eine dezidierte Preisvorstellung, die für Ärger sorgen wird.

"Diese kleine Figur ist schon eine Aussage", sagt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier über das Porzellanmännchen von Rosenthal. Der Gesichtsausdruck des Till Eulenspiegel sei bewusst skurril gewählt. "Das ist typisch 20er Jahre", erklärt Maier. Der Künstler sei Gerhard Pitzler gewesen, der für Rosenthal in Bayern gearbeitet habe und mehrere Figuren dieser Art geschaffen habe.

"Bares für Rares"-Experte reagiert irritiert auf Preisforderung

500 Euro hätte Franz gerne für die Eulenspiegel-Figur. "Das ist gar nicht wenig", sagt Horst Lichter. Experte Albert Maier ist irritiert und fragt kritisch nach: "Sie wissen schon, dass dieser Eulenspiegel von Rosenthal gefertigt wurde?", fragt er den Verkäufer – und spielt damit darauf an, dass es kein Meissen ist. "Steht ja drauf", lautet die forsche Antwort des Besitzers. Doch das fordert Maier nur noch mehr heraus.

"Wissen Sie auch ungefähr, wie die Figuren von Rosenthal gehandelt werden?", fragt der Experte. "Mal mehr, mal weniger", sagt Franz und erklärt, dass über die Figur und über den Künstler sehr wenig zu finden sei. "Und warum?", hakt Maier nach. "Weil er selten ist", glaubt der Besitzer. Doch da irrt er sich gewaltig. "Weil er sich nicht verkaufen ließ", weiß der Experte.

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

Aufgrund des skurrilen und bösartigen Blicks sei die Eulenspiegel-Figur damals ein Ladenhüter gewesen. "Er hat zwar die Attribute des Eulenspiegel und ist gut gemacht und nicht beschädigt", sagt Maier, aber all das reiche trotzdem nur für einen Schätzpreis von 250 bis 300 Euro. "Und nicht mehr."

"Das kann ich nicht machen", sagt Franz und entscheidet sich gegen den Verkauf. Hässlich hin oder her: "Wir werden die Figur wieder in den Schrank stellen."

Lesen Sie auch:

Quelle: "Bares für Rares" vom 3. März 2021. Am Donnerstag und Freitag fallen neue Folgen der ZDF-Trödelshow wegen der Live-Übertragung der Nordischen Ski-WM aus. Wiederholungen sind in der ZDF-Mediathek abrufbar.

mai

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker