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"Bares für Rares" Wohnzimmer-Erotika, Vasenradio und Co. - das sind die fünf kuriosesten Objekte

"Bares für Rares"
"Bares für Rares" - und für Kurioses: Experte Sven Deutschmanek (l.) und Horst Lichter (M.) begutachten das Tongefäß von Gerald Popp.
© Screenshot / ZDF
Antiquitäten, Raritäten und Kuriositäten stehen täglich um 15.05 Uhr bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Vor allem Letzteres sorgt in der Show immer wieder für Erstaunen. Das sind die verrücktesten Objekte.

"Das hab' ich noch nie gesehen." "Leck mich de Söck." Oder einfach: "Dat is' jeck." "Das sind die Lieblingssätze von Moderator Horst Lichter, wenn es um ganz besondere Objekte in seiner Show "Bares für Rares" geht. Jeden Nachmittag präsentiert der 58-Jährige im ZDF nicht nur Raritäten, sondern auch seltene Kuriositäten. Hier sind fünf besonders ausgefallene Stücke:

Autogramm von Jimi Hendrix im Reisepass

Mit einem seltenen Autogramm kommt 2017 eine Verkäuferin zu "Bares für Rares". Als Jimmy Hendrix in Hamburg spielte, war sie ein junges Mädchen und führte mit der Musiklegende am Nachmittag ein Gespräch. "Er fragte mich, ob ich abends ins Konzert kommen würde", sagt die Besitzerin. Doch weil sie noch minderjährig gewesen sei, habe sie das verneinen müssen. Kurzerhand schrieb ihr Hendrix in ihren Reisepass: "Let this girl through" ("Lasst dieses Mädchen durch") und unterzeichnete. Den entwerteten Ausweis verkaufte sie in der Show.

Salon-Erotika - der Porno fürs Wohnzimmer

Die Figur einer leicht bekleideten Dame steht im August 2020 zum Verkauf. Der Besitzer hat sie als Erbstück von seiner Oma bekommen. Die Rosenthal-Statuette zeigt eine Schlangentänzerin im Bikini. "Für den damaligen Geschmack war das eine sehr erotische Abbildung", erklärt Experte Colmar Schulte-Goltz. "Man muss bedenken, das war ja für ein Wohnzimmer gemacht." Im Händlerraum findet die "Salon-Erotika" sofort Fans. Walter "Waldi" Lehnertz will das Objekt für 350 Euro haben - doch am Ende nimmt es der Verkäufer wieder mit nach Hause.

Gruselfundstück "Schröpf-Schnepper"

Ein wahres Folterwerkzeug ist der sogenannte Schröpf-Schnepper. Experte Sven Deutschmanek klärt auf, wofür das Objekt einst diente. Das Messingteil mit dem kleinen Hebel und dem Aufziehmechanismus habe im 19. Jahrhundert als Medizinapparat zum Blutschröpfen gedient. "Die Haut wurde angeritzt und dann ein erhitztes Schröpfglas angesetzt", führt der Experte aus. Dabei sei ein Unterdruck entstanden, der zum Aderlass geführt habe. Klingt gruselig. Doch für 190 Euro findet es bei Walter "Waldi" Lehnertz ein neues Zuhause.

Musik aus der Vase

Ein Tontopf mit einem langen Kabel und einem Stecker dran:  2018 steht eine technische Kuriosität bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Denn was aussieht wie eine Vase, ist ein Radio aus den 40er Jahren. "Die Hersteller wollten damals ihre Radiogeräte in den Wohnraum integrieren", klärt Experte Deutschmanek über das kuriose Vasenradio auf. Deshalb hätten sich einige Macher darauf spezialisiert, ihre Apparate in Alltagsgegenstände zu integrieren. Markus Wildhagen findet das Objekt so kurios, dass er dafür 170 Euro bezahlt.

Pffft, pfft - der irre Parfüm-Automat

Für gerade mal 10 Pfennig konnte man sich mit diesem Gerät erfrischen: Ein Kölnisch-Wasser-Automat steht 2018 bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Der hing in Kneipen auf der Toilette und versprühte das Edelwasser. Bis zu 300 Stöße pro Ladung waren drin. Die Expertise liegt bei 600 Euro, doch am Ende wechselt das Gerät für 220 Euro den Besitzer.

mai

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