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"Bares für Rares" "Das kommt aus einer Adelsfamilie" – Silberbesteck erzielt Sensationspreis

Bares für Rares
Bares für Rares: Verkäufer Volker Schnur, Moderator Horst Lichter und Expertin Wendela Horz
© ZDF
Bei diesem Objekt vergisst sogar Walter "Waldi" Lehnertz sein 80-Euro-Stargebot: Ein altes Silberbesteck begeistert die "Bares für Rares"-Händler. Der Grund ist seine edle Herkunft.

"Es liegt bei mir seit 30 Jahren nur im Schrank", sagt Volker Schnur. Der 70-jährige Berliner kommt mit einem edlen Silberbesteck zu "Bares für Rares". "Ich habe das Besteck damals geschenkt bekommen", sagt der Rentner über den kleinen Koffer mit dem wertvollen Inhalt. Denn das Objekt entpuppt sich als echte Rarität.

"Wir haben ein Tafelbesteck für sechs Personen", erklärt "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz. Die meisten Teile seien bei der Berliner Firma Humbert & Sohn, die Hoflieferant gewesen sei, hergestellt worden. Die Punzen geben Aufschluss über das Alter. Die meisten Teile seien vor 1842 gefertigt worden und aus Zwölf-Lot-Silber. Die Gravur eines "M" weise darauf hin, dass es im Besitz eines Adligen gewesen sei. Wer genau, das lasse sich allerdings nicht mehr zurückverfolgen. "Die Sachen sind zum großen Teil von Hand gearbeitet."

"Bares für Rares"-Expertin schockt mit Silberwert

Besitzer Schnur hat das Silber vorab gewogen und den Wert berechnet. "Der Silberwert dürfte bei knapp 1000 Euro liegen, deshalb hätte ich gerne 1500 Euro", sagt er. Dem kann Horz nicht ganz zustimmen. Zwar wiege das Besteck knapp zwei Kilo, doch die Klingen seien nicht aus Silber. Den Silberankaufswert beziffert sie nur auf 600 Euro. Aufgrund des Alters liegt ihr Schätzpreis dennoch bei 1000 bis 1200 Euro. Schnur will sein Glück im Händlerraum probieren – und wird eine große Überraschung erleben.

Denn die Händler sind von dem alten Besteck begeistert. Selbst Walter "Waldi" Lehnertz überspringt sein 80-Euro-Startgebot und beginnt mit 600 Euro. Doch dann entwickelt sich ein Bietergefecht zwischen Fabian Kahl und Daniel Meyer. Bei 1500 steigt sogar Friedrich Häusser mit ein. Immer weiter schraubt sich der Preis nach oben, bis Kahl bei 1710 Euro schließlich aussteigt. Sein Konkurrent erhält dafür den Zuschlag. "Ich freue mich sehr darüber."

Auch Verkäufer Schnur ist glücklich. Das Geld will er verwenden, um den Jakobsweg zu gehen. "Die Versteigerung ist wunderbar gelaufen. Ich habe deutlich mehr bekommen, als die Expertise hergegeben hat."

mai

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