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"Bares für Rares" "Waldi" nervt mit Geizgeboten, dann greifen die Händler ein

Bares für Rares: Walter "Waldi" Lehnertz
"Bares für Rares"-Händler Walter "Waldi" Lehnertz begutachtet die beiden Designerleuchten
© ZDF
Zwei Designer-Lampen wecken bei "Bares für Rares" das Interesse von Walter "Waldi" Lehnertz. Doch als er in Fünf-Euro-Schritten mitbietet, reicht es seinen Kollegen.

Grummelstimmung bei "Bares für Rares": Walter "Waldi" Lehnertz, der bekannt ist für seine 80-Euro-Startgebote, zieht den Unmut seiner Kollegen auf sich. Grund ist sein Interesse für zwei Designerleuchten. Die will der in der Eifel ansässige Kunsthändler ersteigern. Doch seine Sparfuchs-Taktik nervt die anderen Händler.

Karsten Jennrich bringt die Leuchten in die Trödelshow von Horst Lichter. "Als Kind war anfassen verboten", sagt er über die ungewöhnlichen Stücke, die bereits seine Eltern besaßen. Von der Expertise erhofft er sich zu erfahren, ob es sich tatsächlich um seltene Designobjekte handelt.

"Die Tischleuchten stammen vom italienischen Designer Luigi Massoni", klärt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel auf. Der habe das bauchige Design für die Firma Harvey und Cini Anfang der 70er Jahre entwickelt. Die Schirme seien aus Kunststoff und der Fuß aus Metall gefertigt.

500 Euro hätte Verkäufer Jennrich gerne dafür – pro Stück. Ein stolzer Preis. Doch Kümmel geht sogar noch darüber. Da die Leuchten nach wie vor sehr gefragt seien, schätzt er den Preis für die beide Stücke auf 1000 bis 1500 Euro.

"Bares für Rares"-Händler Walter "Waldi" Lehnertz liegt weit unter Schätzpreis

Walter "Waldi" Lehnertz liegt im Händlerraum mit seinem Startgebot weit davon entfernt. "Die krieg' ich heil in die Eifel", sagt er entschlossen und bietet – natürlich – 80 Euro pro Leuchte. Doch Wolfgang Pauritsch rückt das viel zu niedrige Gebot zurecht. "Ich hätte jetzt gedacht 500 Euro für beide." "Waldi" erhöht auf 550 Euro, doch dann beginnt das Feilschen. "Noch ein bisschen was dazu", sagt Verkäufer Jennrich. "Also 560 Euro", sagt "Waldi", um dann sogar um fünf Euro nach oben zu gehen: 565 Euro. "Runde 600 sind mir zu viel", raunzt der Händler und bietet noch 580 Euro.

Doch dann wird es Susanne Steiger zu blöd. "600", ruft sie entschlossen in die Runde. "Und allen hat es in den Fingern gejuckt", bestätigt Daniel Meyer das Unbehagen der anderen Händler über Lehnertz' Taktik. Als er schließlich 610 bietet, wird er von Julian Schmitz-Avila überboten. Für 620 Euro gehen die Leuchten an ihn. "Dann kommen sie in gute Hände", gibt Verkäufer Jennrich "Waldi" eins mit. "Ich bin zufrieden."

Sehen Sie im Video: "Bares für Rares" – fünf spannende Fakten zur Antiquitätenshow. "Bares für Rares" ist einer der Quotenerfolge im Nachmittagsprogramm. Die von Horst Lichter moderierte Sendung lockt täglich Millionen Menschen vor die Bildschirme. Fünf Fakten zur kultigen "Trödelshow":  Rekordsumme: Die teuerste Antiquität Der höchste Preis, der in der Sendung je erzielt wurde, liegt bei 42.000 Euro. Und zwar für ein diamantbesetztes Kreuz, das Holzsplitter des echten Kreuzes von Jesus beinhalten soll. Über 900 Folgen seit 2013 "Bares für Rares" läuft seit 2013 – zunächst nur sonntags. Mittlerweile wurden über 900 Folgen der Kultsendung ausgestrahlt. De älteste Antiquität ist 5000 Jahre alt Die älteste verkaufte Antiquität ist ein 5000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel, das für 1200 Euro den Besitzer wechselt. Fernsehpreise für "Bares für Rares"  Nicht nur ein Quotenerfolg: Die Antiquitätenshow wird auch mit Preisen ausgezeichnet. "Bares für Rares" gewinnt die Goldene Kamera 2018 und den Deutschen Fernsehpreis 2019.  Horst Lichter wurde von der Show abgeraten Horst Lichters Management rät ihm zunächst davon ab, die Sendung zu moderieren. Er sei Koch und kein "Trödelonkel", habe man ihn gewarnt. Mittlerweile ist der Moderator aus der Show nicht mehr wegzudenken.
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