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Böhmermann trifft Trump-Anhänger: Die absurde Welt des Frédéric von Anhalt - er möchte US-Botschafter werden

Im USA-Special des "Neo Magazin Roylale" traf sich Jan Böhmermann mit Frédéric Prinz von Anhalt. Der hofft darauf, unter einem Präsidenten Donald Trump deutscher Botschafter zu werden - und findet dessen sexuelle Übergriffe sogar gut.

Jan Böhmermann besuchte Frédéric Prinz von Anhalt

Jan Böhmermann besuchte für das US-Special des "Neo Magazin Royale" Frédéric Prinz von Anhalt.

Auch wenn das für viele Deutsche zurzeit noch unvorstellbar ist: Gut möglich, dass die Amerikaner am kommenden Dienstag Donald Trump zu ihrem Präsidenten wählen. Um das Phänomen genauer zu ergründen, hat sich Jan Böhmermann zusammen mit seinem Sidekick Ralf Kabelka auf die Reise in die USA gemacht und mit vielen Menschen gesprochen. Er besuchte Wahlkampfveranstaltungen für Trump, machte einen Waffenschein, sprach mit vielen Wählern - und besuchte schließlich "das deutsche Dreigestirn der Apokalypse": Schauspieler Ralf Moeller, Regisseur Roland Emmerich und Frédéric Prinz von Anhalt.

Während die beiden Erstgenannten keinerlei Sympathien für den Milliardär hegen, erweist sich von Anhalt als großer Fan und ist überzeugt, dass Donald Trump die Wahl gewinnen wird. Mit dessen Präsidentschaft verbindet er große Hoffnungen, vor allem für seine eigene Karriere. "Alle wissen, dass ich für den Trump einstehe", so Anhalt. Da sei es doch gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich Trump oder seine Berater für seinen Einsatz revanchieren. Anhalt fühlt sich zu Höherem berufen. "Könnten wir den vielleicht nicht nach Berlin als Botschafter oder Generalkonsul hinschicken?". Es sei doch gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich Trump und seine Berater nach der gewonnenen Wahl diese Frage stellten.

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Jan Böhmermann diskutiert mit Frédéric Prinz von Anhalt über Trump

Dass Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen prahlt, stört den Prinzen nicht im Geringsten: "'Ne Frau ist ja nicht gerade ein Stück Holz", findet der 73-Jährige. Als Böhmermann einwendet, dass Trump ja nicht nur geredet, sondern auch tatsächlich zugegriffen habe, kontert von Anhalt: "Hoffentlich! Sonst wäre das alles Spinnerei. Hoffentlich hat er zugepackt - weil das ja viele Leute machen." Für eine Frau müsse das ein Kompliment sein, so seine krude Logik. "Das macht ein Mann aus einem Mann, wenn ein Mann sich so gibt." Immerhin habe er die Frauen nicht umgebracht und auch nicht ausgepeitscht.

Ob das einen guten Präsidentschaftskandidaten ausmache - dass er die Frauen nicht umbringe, will Böhmermann nun wissen. Damit hat er Frédéric Prinz von Anhalt für einen kurzen Moment aus dem Konzept gebracht. Für wenige Sekunden ringt der Dampfplauderer mit den Worten. Dann kommt er mit der Antwort, die wohl viele Trump-Wähler an dieser Stelle geben: "Who cares?" -  wen interessiert's?

An dieser Stelle ist dann auch das Gespräch zu Ende. Weiterreden ergäbe keinen Sinn. Böhmermanns Fazit seiner US-Reise: "Wenn dieser Mann für Trump ist, dann müssen wir eigentlich dagegen sein." Gut, zu diesem Schluss hätte man auch ohne das US-Special des "Neo Magazin Royale" kommen können. Doch dann wären den deutschen Zuschauern 45 überaus amüsante Minuten entgangen.

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