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RTL Dschungelcamp: Gunter Gabriel: "Das ist kein Fake, das Dschungelcamp ist saugefährlich"

Nur fünf Tage verbrachte Gunter Gabriel im Dschungelcamp und kassierte dennoch die volle Gage von 300.000 Euro. Das verriet der Ex-Dschungel-Teilnehmer - und erzählte, warum das Camp so gefährlich ist.

Ihn hielt es nicht lange im Dschungelcamp: Musiker Gunter Gabriel

Das miese Essen? Die Hitze? Oder doch die fiesen Mitbewohner im Camp? Warum zog Gunter Gabriel eigentlich schon nach fünf Tagen im Dschungel aus? Medizinische Gründe scheinen den Sänger und Songwriter zum Auszug bewegt zu haben, berichtet er nun bei einer Talkshow. Doch er bereut nichts.

Im Schlabber-Shirt und pinkfarbenen Socken sitzt Gunter Gabriel auf der Bühne des Kiez-Clubs "Kukuun" auf St. Pauli. Er ist der Hauptgast der Talkshow "Talk der offenen Tür", kurz Talk Dot genannt. Extra fein gemacht hat sich der heute 75-Jährige nicht - doch er hat eine Menge zu erzählen. "Nach fünf Tagen war ich kaputt", sagt Gabriel über sein kurzes Gastspiel im Dschungel. Doch der frühe Auszug hatte ernste Gründe. "Man vermutet, dass es der Biss einer Schlange war, den ich nicht mitbekommen habe. Es gibt ja nicht nur diese großen Schlangen, sondern auch kleine. Und die kleinen sind ja besonders gefährlich", erzählt er dem Moderator Peter Dirmeier.

Dschungelcamp: Gunter Gabriel bei Talk Dot

Dschungelcamp: Gunter Gabriel bei "Talk Dot"

Selbst RTL hatte die Zuschauer im Unklaren gelassen, warum genau Gabriel das Camp verlassen wollte. "Ich will mich von euch verabschieden, ich bin am Ende. Aber ich muss mich schützen. Ich weiß, dass ich schon über meine Grenzen gegangen bin – was ich nicht vermutet habe. Ich muss jetzt aber an mich denken", so begründete Gabriel damals seinen Auszug gegenüber RTL. Doch offenbar gab es einen viel schlimmeren Grund. Dennoch fällt das Urteil positiv über seinen Aufenthalt im Dschungel aus: "Ich bin froh, dass ich das mitgemacht habe", sagt Gabriel. 

Dschungelcamp: Das ist kein Fake

Dass die ganze Sendung nur Show sei, weist er strikt zurück. "Im Dschungel ist es saugefährlich und es ist kein Fake", so Gabriel. Sein vermeintlicher Schlangenbiss, der ihm sehr lange gesundheitliche Beschwerden verursachte, scheint der beste Beweis dafür zu sein.

Böse Zungen mögen vermuten, dass dies an der extrem hohen Gage liegen kann, die Gabriel eingestrichen hat. Während die anderen Dschungelbewohner zwischen 30.000 und 150.000 Euro erhalten haben sollen, sei die Summe von Gabriel viel höher gewesen. "Wir haben die Gagen so weit hochgetrieben, ich hätte nicht gedacht, dass sie das mitmachen", erzählt Gabriel nun ganz offen. Doch das Geld habe er gar nicht haben wollen, sagt er. "Viele denken, dass ich da nur hingehen würde wegen des Geldes. Doch das Geld haben meine Kinder bekommen. Das war vertraglich so geregelt", sagt Gabriel im Gespräch auf der Bühne. Offenbar hat er wirklich gut verhandelt, denn "selbst wenn ich nach der ersten Nacht das Handtuch geworfen hätte, hätte ich das Geld bekommen", so Gabriel.

Ihn hielt es nicht lange im Dschungelcamp: Musiker Gunter Gabriel

Warum Gunter Gabriel der Dschungel zugesetzt hat

Er plaudert ganz entspannt über seine Dschungelzeit. Tatsächlich hat ihm der Dschungel zugesetzt. Er sei schließlich nicht mehr ganz jung. Zehn Mal pro Nacht hätte er raus gemusst, um zur Toilette zu gehen. Damals war Gabriel 73 Jahre alt gewesen. Probleme mit der Prostata seien da ganz normal, berichtet er. 300 Meter sei die Toilette entfernt gewesen, den Weg hätte er immer in Begleitung zurücklegen müssen. Es sei ansonsten zu gefährlich gewesen. "Das sind insgesamt sechs Kilometer pro Nacht", fasst Gabriel zusammen. Auch ohne Schlangenbiss hätte er dies wohl kaum länger ausgehalten.

Dschungelcamp: Gunter Gabriel bei Talk Dot

Gunter Gabriel, Ex-Dschungelcamp-Bewohner, mit Astrid Rolle und Peter Dirmeiter bei der Talkshow "Talk Dot".

Ob er sich die aktuelle Staffel des Dschungelcamps ansieht, will der Moderator Dirmeier wissen. "Nein, das hat mich vorher nicht interessiert und jetzt erst recht nicht", so Gabriel. Kader Loth habe er kennengelernt, die finde er "dufte", so Gabriel. Eine liebenswerte Frau, die nicht den richtigen Lover habe. Zum Abschluss seines Bühnenauftritts liest er noch das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse: "Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern." Ein passendes Ende eines aufschlussreichen Abends. 

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kg
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