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DSDS-Casting: 19.500 Kandidaten in der engeren Wahl

Alexander, Juliette und Daniel Küblböck reichen nicht: RTL sucht für die zweite Staffel von "DSDS" schon wieder neue Superstars. stern.de hat zwei Bewerber beim Casting begleitet.

Alexander, Juliette und Daniel Kübelböck – wer kennt sie nicht, die Finalisten aus "Deutschland sucht den Superstar". Nachdem die ersten Singleauskopplungen der drei an die Spitze der Charts gestürmt sind und der Hype um die deutschen Superstars kein Ende nimmt, laufen bei RTL schon die Vorbereitungen für die nächste Staffel des Erfolgsformats.

Doppelt so viele Bewerber

Kamen im letzten Jahr zu den Castings in Köln, Berlin, Hamburg und München ungefähr 10.000 Bewerber, so sind es dieses Mal mit 19.500 etwa doppelt so viele, die zu den Auswahlverfahren in Hamburg, Leipzig, Berlin, München, Frankfurt und Köln eingeladen wurden.

Zu den Glücklichen, die aus der Masse von fast 600.000 Bewerbern ausgewählt wurden, gehören auch Desmond und Steffi. Beide wollen beim Casting im Kölner Hyatt-Hotel ihrem Ziel, der neue deutsche Superstar zu werden, einen Schritt näher kommen. Bis dahin sind allerdings noch einige schwere Hürden zu meistern. Gleich mehrere Vorsingen trennen die beiden Superstars in spe noch von den Mottoshows und dem möglichen Sieg.

Stimme und Outfit zählen

Erst einmal gilt es, sich heute von der besten Seite zu präsentieren. Denn beide wissen, dass neben der stimmlichen Präsentation auch Outfit und Auftreten eine entscheidende Rolle spielen werden. Um punkt viertel nach zwölf wird es an diesem schwül-heißen Sommertag ernst für die beiden Superstaranwärter. Nachdem die Formalitäten erledigt sind steht ihnen die erste große Nervenprobe bevor, denn es heißt erst einmal warten. Und das unter Umständen gleich mehrere Stunden lang. Keine leichte Übung, vor allem wenn einem vor Aufregung die Hände zittern.

Gleich in einer der ersten Gruppen hat Desmond die Chance der Superstar-Jury zu zeigen, was er kann. Der 23- jährige Kölner chinesischer Abstammung singt schon sein ganzes Leben lang. Für diesen Auftritt hat er sich zwar nur ein paar Tage vorbereitet, dafür aber umso intensiver. Mit „I feel so high“ von Des’ree und einem Song von Curt Franklin will er die Jury davon überzeugen, dass er das Potenzial zum Superstar hat. Sein erklärtes Ziel ist es, mindestens bis in die Zehnerrunde zu kommen. Nur wenige Minuten später ist er schon wieder zurück, sichtlich zufrieden mit seiner Leistung. „Gar nicht so schlimm! Und die Leute in der Jury sind voll nett!“, beruhigt er seine Mitstreiter.

Zwei Songs bringt jeder zu Gehör

Während Desmond schon alles hinter sich hat, steigert sich die Aufregung der 17-jährigen Steffi von Minute zu Minute. Auch sie kommt aus Köln und hat ihre Mutter zur moralischen Unterstützen mitgebracht. Auf ihr heutiges Vorsingen hat sie sich fast vier Monate vorbereitet und sogar ein Gesangslehrer wurde eigens für die Vorbereitung zum Casting engagiert. Steffi hofft mit den Titeln „Killing me softly“ und „Yesterday“ in die nächste Runde zu kommen und kurz nach Desmonds Auftritt wird es auch für sie ernst. Als sie nach wenigen Minuten in den Wartesaal zurückkehrt ist sie immer noch ganz aufgeregt. Zwar hätten ihr die Beine gezittert und bewegen hätte sie sich auch kaum können, das Singen war aber kein Problem und im Großen und Ganzen ist auch sie mit ihrer Präsentation zufrieden.

Die anderen warten noch auf ihren Auftritt und vertreiben sich in kleinen Gruppen die Zeit mit Singen. Desmond und Steffi fiebern nervös und angespannt dem Augenblick der Wahrheit entgegen. Bis die beiden Gesangstalente erfahren, ob sie es tatsächlich in die nächste Runde geschafft haben, müssen sie sich allerdings noch eine ganze Weile gedulden. Denn erst wenn der letzte Bewerber gesungen hat, erfahren sie ob sie weiter gekommen sind.

Nach vier Stunden das Ergebnis

Und endlich, nach fast vier Stunden ist es soweit. Alle Teilnehmer warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Jury. Gruppenweise werden die Namen derjenigen aufgerufen, die es in die nächste Runde geschafft haben. Und dann wird es Gewissheit: unter den letzten Nominierten ist auch der 23-jährige Desmond. Er hat es geschafft! Die Jury war von seiner Leistung überzeugt und nun hat er die Chance im Recall seinem Traum einen weiteren Schritt näher zu kommen.

Während er sich riesig über seinen Erfolg freut, ist Steffi die Enttäuschung sichtlich ins Gesicht geschrieben. Ihr Name stand nicht auf der Liste der Juroren und somit ist sie ausgeschieden. Das für sie schon nach der ersten Runde Schluss sein sollte, damit hatte sie nicht gerechnet.

Für Steffi ist der Traum der neue deutsche Superstar zu werden ausgeträumt, wohingegen Desmond weiterträumen darf. Ihm bleibt allerdings nur wenig Zeit seinen Etappensieg zu feiern, denn in drei Wochen steht schon der Termin für die nächste Runde an. Ob er tatsächlich bis ins Finale kommt, wird sich zeigen. Spätestens im Herbst, wenn es wieder heißt: „Deutschland sucht den Superstar!“.

Björn Woll