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Netflix-Revival: Die "Gilmore Girls" sind zurück: Darum ist der Hype so groß

Seit Wochen steigt die Vorfreude, am Freitag ist es so weit: Die "Gilmore Girls" sind nach neun Jahren Pause zurück. Warum so viele Menschen die ungewöhnliche Mutter-Tochter-Serie lieben.

Gilmore Girls

Zurück nach Stars Hollow: Lorelai (Lauren Graham) und Rory (Alexis Bledel) haben dank Netflix ein Comeback

Na, steht das Popcorn schon bereit? Auf Netflix gibt es seit Freitag vier neue Folgen der Kult-Serie "Gilmore Girls" zu sehen - und die wurden von vielen Fans sehnsüchtig erwartet. In den sozialen Netzwerken ist die Aufregung schon seit Wochen groß, die Serie hat auch neun Jahre nach ihrem Ende noch begeisterte Anhänger. Sie alle wollen wissen, wie es mit dem ungewöhnlichen Mutter/Tochter-Duo Lorelai und Rory Gilmore weiterging.

Die sprachen schnell, waren witzig, klug, ehrgeizig und kaffeesüchtig. Letzeres so sehr, dass es bei Starbucks jetzt sogar eine Zwei-für-eins-Aktion zu Ehren des Revivals gibt. Kurz: Der Hype um die Serie ist groß und das hat drei gute Gründe.

1.  Die Gilmore Girls waren cool - ob mit oder ohne Männer

Kein Wunder, dass die Serie besonders bei Frauen gut ankam: Endlich wurden weibliche Hauptfiguren gezeigt, die sowohl Nietzsche als auch das "People"-Magazin lasen. Hier durfte Rorys beste Freundin Lane (Keiko Agena) sich ebenso nerdig-gut mit Musik auskennen wie sonst nur Männer, und die übergewichtige Köchin Sookie (Melissa McCarthy) dachte nie an Diät. Genausowenig wie Lorelai und Rory, die sich ohne Entschuldigung Burger und Donuts gönnten. Dass sie dabei unrealistischerweise schlank blieben - geschenkt! Sie hatten Besseres zu tun, als Kalorien zu zählen. Lorelai holte neben ihrem Job einen Schulabschluss nach, machte sich später selbstständig. Rory liebte Bücher, lernte für die Aufnahmeprüfung in Harvard. Ihr Traum war es nicht, den Schulschwarm zu heiraten, sondern als Reporterin Karriere zu machen. Ihre Liebesleben waren nur eines von vielen Themen.

Es ist bis heute selten, dass in Film und TV Frauen gezeigt werden, die über etwas anderes als Männer sprechen - was der Bechdel-Test traurigerweise immer wieder belegt. Daumen hoch für die ambitionierten Gilmore Girls.


2. Ein Streit verhinderte das richtige Ende

"Gilmore Girls" lief von 2000 bis 2007, doch von der siebten und letzten Staffel waren viele Fans enttäuscht. Das lag vor allem daran, dass Amy Sherman-Palladino, die Erfinderin der Show, nach der sechsten Staffel hinschmiss. Ihr Vertrag wurde nicht verlängert, weil sie sich mit dem Sender nicht über Dauer und Geld einig wurde. Es waren jedoch vor allem ihre Ideen und schnellen Dialoge, die die Serie ausmachten. Für die Netflix-Folgen kam sie nun zurück. In Interviews sagte Sherman-Palladino oft, dass sie das Ende der Serie von Anfang an im Kopf hatte - und zwar exakt bis hin zu den letzten vier Worten. Die werden die Fans nun endlich zu hören bekommen.

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3. Die Retro-Sehnsucht ist momentan groß

Großbritannien verlässt die EU, Trump wird US-Präsident und all unsere Lieblings-Musiker sterben: Gefühlt häufen sich die schlechten Nachrichten immer mehr. Die Sehnsucht nach der angeblich so guten alten Zeit befeuert deshalb den Retro-Trend in der Mode und im TV. Das führt zu Comebacks - und zwar von "Full House" über "Tutti Frutti" bis zu den "Gilmore Girls". 

? Attention: The following message may cause an increased heart rate and spilled coffee. ?

Ein von Gilmore girls (@gilmoregirls) gepostetes Video am

Das alles schafft beste Voraussetzungen für die vier Netflix-Filme in Spielfilmlänge. Willkommen zurück, liebe Gilmore Girls!