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"Goodbye Deutschland": Was Auswanderer vom Geheimrezept der Schimkes lernen können

Nicht Mallorca, sondern das kalte und im Winter dunkle Schweden haben sich Thomas und Eva Schimke als Auswandererziel ausgesucht. Dass sie nicht in der Sonne liegen wollten, ist Teil ihres Erfolges. Das Geheimrezept der Schimkes.

Goodbye Deutschland - Familie Schimke

Goodbye Deutschland: Die Schimkes sind in Schweden glücklich geworden.

Die Liste der gescheiterten Auswanderer bei der TV-Show "Goodbye Deutschland - die Auswanderer" ist lang: Chaotische Umzüge, enttäuschte Hoffnungen und am Ende zerbrechen oft ganze Familien an den viel zu hoch gesteckten Zielen. Viele, die Deutschland verlassen wollen, kehren schnell wieder zurück. Ganz anders die Schimkes.

2006 begleitetet der Sender die Schimkes bei ihrer Auswanderung von Soest nach Schweden. Am gestrigen Dienstagabend gab es nach zehn Jahren ein Wiedersehen mit Eva und Thomas Schimke. Aus dem Paar und den drei Kindern sind glücklicher und zufriedene Auswanderer geworden, die sich in ihrer neuen Heimat eine Existenz aufgebaut haben und nicht mehr zurück nach Deutschland wollen.

Goodbye Deutschland: Die Schimkes wollen nicht zurück

Mittlerweile konnte sich das Paar sogar ihren Traum von einem eigenen Bauernhaus verwirklichen. Wie bei den Romanen von Astrid Lindgren wohnen sie in einem rot getünchten Schwedenhaus mit Vorgarten. Doch was ist das Geheimnis ihres Erfolges? Was klappt bei den Schimkes, was bei anderen schief geht?

Erstens: Die Schimkes haben sich nicht ein Urlaubsziel als neue Heimat ausgedacht, um dann nach einem Job zu suchen. Sie sind in den Norden Schwedens gezogen wegen eines Jobangebots. Thomas ist Arzt und hat in dem 2500-Seelen-Dorf eine Arbeit angeboten bekommen. Da seine Frau als Röntgenassistentin ebenfalls Arbeit fand, stand der Entschluss, nach Schweden zu gehen, schnell fest.

Zweitens: Die Schimkes haben die Sprache gelernt. Beide wussten, dass sie vor Ort schwedisch sprechen müssen und belegten deshalb vorab Sprachkurse. Da sie schnell Freunde fanden und ihre Tochter in Pajala eingeschult wurde, sprechen sie heute perfekt schwedisch.

Drittens: Die Schimkes haben sich durchgebissen und alle ihre Träume nacheinander verwirklicht: mehr Geld zum Leben, mehr Zeit füreinander und ein eigenes Haus mit mehr Platz.

Thomas Schimke vermisst deutsche Bratwurst

Gibt es gar nichts, was die Schimkes vermissen? Doch! Das Licht im Winter, denn in Pajala scheint in Dezember und Januar nur wenige Minuten am Tag die Sonne. Und deutsche Bratwurst. "Das können die Schweden nicht", sagt Thomas Schimke.

mai
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