VG-Wort Pixel

CDU-Politiker Jens Spahn witzelt in der "heute-show" - und kritisiert die CDU

Jens Spahn
1.     Jens Georg Spahn wird am 16. Mai 1980 in Ahaus-Ottenstein im Münsterland geboren. Als er vor fast 20 Jahren auf dem Gymnasium von seiner Französischlehrerin nach seinem Berufswunsch gefragt wurde, gab er "Bundeskanzler" an.
2.     Seit Juli 2015 ist Spahn Staatsekretär im Finanzministerium unter Wolfgang Schäuble. Der beschreibt ihn als „mutigen Kollegen der jüngeren Generation“.
3.     Kaum zu übersehen: Der Politiker ist 1,91 Meter groß und hat Schuhgröße 49.
4.     Bereits mit Anfang 20 sitzt Spahn im Stadtrat und leitete die heimische Junge Union. 2002 zog er zum ersten Mal als direkt gewählter Abgeordneter in den Landtag ein.
5.     Spahn ist mit dem Journalisten und Hauptstadtleiter der Zeitschrift „Bunte“ Daniel Funke liiert. Gemeinsam wollen sie ein Kind adoptieren. Szenemagazine halten ihn für das "Role Model des konservativen, angepassten Schwulen", wie das Berliner Blatt "Blu" schreibt. 
6.     Zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 rügte der Katholik die Kirchen dafür, dass sie zu oft zu gesellschaftlichen Fragen Stellung beziehen.
7.     Erst kürzlich schloss Spahn seinen Master in Politikwissenschaften an der Fernuni Hagen ab. Nach Feierabend schrieb er an 15-seitigen Seminararbeiten.
Mehr
Mit Jens Spahn traute sich mal wieder ein Politiker zu Oliver Welke in die "heute-show". Der konservative CDU-Mann zeigte sich schlagfertig - und durchaus kritisch, was die eigenen Reihen angeht.

Jung, schwul, konservativ: Der Finanzstaatssekretär Jens Spahn sticht nicht nur wegen seiner Größe von 1,91 Meter in der CDU hervor. Spahn ist gern gesehener Talkshow-Gast und bekannt dafür, kontrovers zu diskutieren. In der "heute-show" zeigte er sich jetzt von seiner schlagfertigen Seite - und äußerte sich zu den Gerüchten über seine Kanzler-Ambitionen.

"Wenn man mit Mitte 30 keinen Ehrgeiz hat, dann macht man was falsch. Natürlich möchte ich gestalten und möchte vorankommen. Ich habe ein paar Ideen, was die Digitalisierung, und was dieses älterwerdende Land angeht, mit denen ich gestalten und natürlich auch in Funktion kommen möchte", gab sich Spahn selbstbewusst. Der 37-Jährige wird immer wieder als möglicher Nachfolger von Angela Merkel gehandelt. Auch, weil er der Kanzlerin Kontra gibt.

Jens Spahn und der Nussknacker

Zum Ergebnis der Bundestagswahl sagte Spahn: "Wir haben beide, Union wie SPD, 14 Prozentpunkte verloren bei der Wahl. Deshalb kann's halt nicht so weitergehen." Die spannende Frage sei, ob man gemeinsam mit der SPD nun etwas anderes hinbekomme in den nächsten vier Jahren. "Sonst wird's mühsam." Als Welke ihn als jung beschrieb, unterbrach Spahn den Moderator und erzählte, dass er bei der CDU auch oft so bezeichnet werde. "Aber wenn man mit 37 noch als blutjung gilt, dann hat die CDU auch ein Problem."

Spahn hingegen hat vor allem mit TV-Auftritten überhaupt kein Problem. Er sei ja schon fast mit der Plasberg-Kulisse verwachsen, flachste Welke. Doch am CDUler prallten solche Sticheleien ab. Auf die Frage, ob er seinem Untermieter Christian Lindner nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen die Heizung abgedreht habe, antwortete Spahn locker: "Auch Liberale brauchen eine Wohnung. Da kann ich Privates und Politisches trennen."

Und auch über einen Running Gag konnte Jens Spahn lachen: Zum Abschied überreichte ihm Welke einen Nussknacker. Einen ähnlichen hatte Spahn bereits von der Jungen Union geschenkt bekommen - um die "harten Nüsse zu knacken."

sst

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker